Im Zeichen des Cloud Computing

20. Februar 2009, 7:25 Uhr | Archiv

(20. Februar 2009 – dk) Die Cebit in Hannover steht ganz im Zeichen des „Cloud Computing“. Vom 3. bis 8. März wird gezeigt wie Unternehmen bisher selbst organisierte Arbeitsbereiche wie beispielsweise den eigenen Mail-Server an Internet-Dienstleister auslagern können um Kosten zu sparen.

Das Prinzip des Cloud Computings ist es sowohl einzelne Programme als auch Daten nicht mehr auf dem lokalen Rechner, sondern auf einem zentralen Server zu halten (Cloud). Eine Studie des IT-Beratungsunternehmens Avanade zeigt, dass 65 Prozent der über 500 befragten Firmen Kostensenkung durch Cloud Computing erwarten. Laut Avanade hält Vorsicht die Verantwortlichen noch davon ab sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, jedoch wird sich das mit der Zeit ändern.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner erwartet, dass es noch bis 2012 dauern wird, bis sich das Cloud Computing durchsetzt. Um das Geschäft ins Laufen zu bringen, werben die Cebit-Aussteller schon jetzt für ihre Angebote. Laut IBM können Unternehmen mit Cloud Computing bis zu 80 Prozent an Fläche sowie 60 Prozent an Strom- und Kühlungskosten sparen. Für die Cebit kündigt IBM an zu demonstrieren wie man das Konzept effizient einsetzen kann. Das US-Unternehmen Iron Mountain wird  sein Angebot für «Storage-as-a-Service» (STaaS) präsentieren. Es umfasst die Sicherung, Archivierung, Wiederherstellung und Verwendung dezentraler Daten auf Laptops, PCs und File-Servern.

Von der Entwicklung werden ebenfalls Privatanwender betroffen sein: Anstatt Software zu kaufen, werden Online-Anwendungen genutzt und mit Werbung bezahlt. Dieses Geschäftsmodell wird bereits von Google erfolgreich verfolgt. Besonders interessant sind die geografischen Dienste wie die Google Maps. Das Unternehmen aus dem diesjährigen Cebit-Partnerland Kalifornien stellt die Schnittstellen dafür kostenlos bereit, so dass sich im Internet zahllose «Mashups» finden: Web-Anwendungen, in denen diese Google-Dienste mit anderen Funktionen kombiniert werden.

Auch Microsoft ist mit seiner Plattform Windows Azure vertreten. Damit können Office-Anwendungen in Datenzentren laufen und über einen Browser bedient werden. Es ist möglich, dass mehrere Nutzer parallel an einem Dokument arbeiten.

 

Link:
www.rhein-main.net

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Florian Meier

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