Microsoft will keine Exklusivinhalte
Hoffnungen von Murdoch und Verlagen werden enttäuscht
Rupert Murdoch hat vor einigen Wochen verkündet, er wolle Google von seinen Webseiten fern halten und stattdessen exklusiv seinen Inhalt an Microsofts Suchmaschine Bing verkaufen. Microsoft jedoch scheint nicht dafür zu haben zu sein, so Satya Nadella aus der Microsoft-Online-Abteilung.
Dass Murdoch, der mittlerweile 78 Jahre alt ist, für viel Rummel sorgen kann, wenn er sich äußert, ist schon lange bekannt. Doch er scheint mittlerweile nicht mehr bei Allen ernst genommen zu werden. So gab Jon Miller, verantwortlich für den Digitalen Bereich in Murdochs News Corp. zu, dass er oft keinen Sinn in den Äußerungen seines Chefs erkennen könne. Und dies vielleicht nicht ganz ohne Grund. Biograph Stephen Wolff begleitete Rupert Murdoch in den vergangenen neun Monaten und äußerte sich vor kurzem über dessen Neigung zum Internet: “Er versteht es nicht, er will es nicht und er traut dem Netz nichts zu.”
Vor einigen Wochen kündigte Murdoch an, er wolle die Inhalte seiner News Corp. aus dem Index von Google und damit dessen Nachrichten-Seite herausnehmen und stattdessen Microsofts Bing gegen Geld zur Verfügung zu stellen. Dieser Vorschlag kam aber bisher nur aus der Richtung von Murdoch. Microsoft scheint daran aktuell aber keinerlei Interesse zu haben. So sagte Satya Nadella, Entwicklungschef von Microsofts Online-Abteilung kürzlich: “Wir legen im Moment keinen Wert darauf, exklusive Inhalte zu bekommen. Speziell arbeiten wir aktuell nicht darauf hin, Inhalte zu bekommen, die aus dem Google Index genommen wurden.” Somit scheint – zumindest auf kurze Sicht – eine Möglichkeit der Verlage an frisches Geld zu kommen, nicht weiter gegeben zu sein. Ob Microsoft sich aber in Zukunft noch anders entscheiden wird, bleibt abzuwarten.
(Daniel Schürmann via www.indiskretionehrensache.de)
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