US-Unis verzichten auf E-Reader
Grund vor allem fehlende Funktionen für behinderte Menschen
Durch fehlende Funktionen für sehbehinderte Menschen haben drei Universitäten in den USA mit der Justiz eine Vereinbarung geschlossen, nach der vorerst auf den Einsatz von E-Readern in den Uni-Hörsälen verzichtet wird. Geklagt hatten zwei Behindertenverbände.
Die Behindertenverbände wandten sich an die Justiz, nachdem Amazon bei der Vorstellung seines Kindle DX einen Pilottest an einigen Universitäten in Amerika angekündigt hatte. Denn, so die Meinung der Verbände, verstößt der Einsatz der E-Reader gegen ein Gleichstellungsgesetzt. Die geschlossene Übereinkunft trifft am Ende des laufenden Semester in Kraft, berichtet ZDNet und betrifft den Einsatz jeglicher E-Reader.Kritisiert wurde vor allem die fehlende Text-to-Speech-Funktion im Menü. Zwar lassen sich Texte vorlesen, aber die durch das Menü lässt es sich für sehbehinderte Menschen durch die fehlende Funktion nicht schalten. Dadurch würden die Bildungschancen von behinderten Menschen untergraben, da sie die neuen Technologien nicht nutzen können.
Hoffnungen setzen die Verbände unterdessen auf den E-Reader von Intel (Mehr Informationen). (Daniel Schürmann via ZDNet.de)
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