OLED-Konkurrenz aus Schweden
Herstellung im Druck preiswerter als OLED und zudem vollständig recyclebar
Ein schwedisch-amerikanisches Forscherteam hat mithilfe des Kohlenstoff-Materials Graphen eine lichtemittierende elektrochemische Zelle (LEC) entwickelt, die gänzlich auf die Nutzung von Metallen verzichtet. Dadurch kann der Lichtemitter leicht als Ganzes recycelt werden.
Damit ist die LEC zu einer besonders umweltfreundlichen Alternative zu OLEDs und anderen Beleuchtungslösungen. Als mögliches Anwendungsbeispiel werden zum Beispiel leuchtende Tapeten genannt. Dabei ist die neue Technologie auch für die Druckbranche interessant, da eine LEC leichter im Druckverfahren herzustellen ist, als eine OLED. Der Grund: eine LEC ist robuster und beide Elektroden lassen sich mittels einer Lösung verarbeiten. So können die LECs besonders günstig produziert werden.OLEDs und auch bisherige LECs nutzen Indiumzinnoxid (ITO) für transparente Elektroden. Indium ist selten, teuer und damit ein Hemmer für die Technologieentwicklung. Zudem ist es relativ schwer zu recyceln. Die Wissenschaftler beschreiben nun in der Fachzeitschrift ACS Nano, wie sie dank Graphen als Elektrodenmaterial günstige und effiziente Lichtemitter ganz ohne das Metall realisieren können.
Während OLEDs konzeptionell bis in die 60er zurückgehen, aber bislang hauptsächlich für kleine Displays etwa bei Smartphones genutzt werden, glauben die Forscher an eine relativ schnelle Durchsetzung der LECs innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre. Weitere Informationen zum Thema liefert der Artikel auf der Webseite der Umeå University. (Daniel Schürmann via Pressetext.de)
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