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Mehr Zuspruch für Paid-Content

17.02.2010, 11:16 Uhr

Neue Studie macht Verlegern mehr Mut

Die Voraussetzungen für Online-Bezahlinhalte sind offenbar besser als bisher gedacht. Laut einer neuen internationalen Nielsen-Studie zeigt sich zumindest ein Drittel aller 27.000 Befragten bereit, für den Zugang zu Zeitungen im Web zu bezahlen. Die Ergebnisse machen der Zeitungsbranche Mut, denn vorangegangene Befragungen waren deutlich nüchterner ausgefallen.

Bildquelle: Pixelio // Fotograf: Gisela Peter

58 Prozent der Nutzer sagten, sie wollten nicht für Inhalte zahlen. Dem gegenüber stehen acht Prozent, die schon jetzt ein oder mehrere Bezahlabos haben. Insgesamt zeigten User unter 35 Jahren mehr Verständnis für Paid Content als ältere Befragte, berichtet die Financial Times.

Trotz Bedenken über die tatsächlichen Erfolgchancen von Paid Content wagen immer mehr Verlage, langsam auch im deutschsprachigen Raum, den Schritt hin zu Bezahlangeboten. So plant etwa Axel Springer die Einführung von Paid Content und zuletzt startete das österreichische Wirtschaftsblatt mit einem Freemium-Modell.

Während zwar mittlerweile offenbar mehr Menschen bereit sind, für Nachrichten im Netz zu zahlen, ist die allgemeine Zahlungsbereitschaft weiterhin sehr gering. 85 Prozent sagen, dass derzeit kostenlose Inhalte auch kostenlos bleiben müssen. Am ehesten würden Konsumenten laut Nielsen für TV-Serien, Filme, Musik und Games im Internet bezahlen. Außerdem würden mehr Leute für Online-Magazine als für Online-Zeitungen zahlen.

Was die Abrechnungsmethoden betrifft, sprach sich die Mehrheit für Micropaymentsysteme aus. Außerdem will mehr als ein Drittel keinerlei Werbung mehr im Umfeld von Bezahlinhalten zu sehen bekommen. (Daniel Schürmann via Pressetext.de)

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