Joggen für den Handyakku
Nokia will Patent auf selbstladenden Akku
Das Problem ist uns nur all zu vertraut: Wir sind länger unterwegs, telefonieren viel mit unserem Handy und der Akku ist leer. Weit und breit ist keine Steckdose in Sicht. Die Lösung verspricht bald vielleicht ein selbstladender Akku von Nokia.
Wie in der Zeitschrift NEW SCIENTIST aktuell bekannt wurde, reichte der finnische Mobilfunkhersteller im August 2008 einen Antrag beim amerikanischen Patentamt zum Schutz seiner Technik ein. Die Idee: Durch die Bewegung des Besitzers lädt sich der Akku selbst auf und wandelt die kinesische in elektrische Energie um. Innerhalb des Mobilgerätes sind schwere Teile an einer Schiene angebracht und bereits bei kleinen Bewegungen und Drehungen wird die elektronisch umgewandelte Energie dem Akku zugeführt. “Energy Harvesting” (deutsch: Energieernten) heißt dieser Prozess, der aber nur in Ergänzung zum gewohnten Aufladen konzipiert ist und zu einer längeren Akkulaufzeit führt. Auch für eine Technik, bei der Radiostrahlung aus der Umwelt in gespeicherten Strom umgewandelt wird, hat Nokia einen Patentantrag gestellt.
Damit widmet sich der finnische Hersteller dem Problem, dass mobile Geräte trotz längerer Akkulaufzeit einen immer größeren Stombedarf haben. So dient ein Handy lange schon nicht mehr nur als Telefon, sondern auch als Mp3-Player, Foto- und Videokamera, Spielekonsole oder Navigationsgerät. Wer auf seine Anwendungen unterwegs nicht verzichten und seinen Akku ohne Stromanschluss wieder laden möchte – dem nutzt dazu vielleicht zukünftig das Joggengehen.
(Arne Unger | Quelle: heise.de, n-tv.de)
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