iBook Store Buchpreise durchgesickert

26. März 2010, 7:45 Uhr | Archiv

Der baldige Start des iPads von Apple hat für einigen Zündstoff und Interessenskonflikte gesorgt. Nun sind die Preise für Bücher aus dem iBook Store durchgesickert und die Überraschung ist groß: die Preise für E-Books entsprechen im Großen und Ganzen denen von Amazon.

Das iPad von Apple

So kosten die Bestseller ebenfalls nur 9,99 US-Dollar. Die New York Times berichtet zudem, dass Apple flexibel sein möchte, um Bestseller zu niedrigeren Preisen anbieten zu können. Amazon geht ebenfalls so vor. Über AppAdvice ist nun bekannt geworden, dass die derzeitigen Top-10-Bestseller der New York Times als E-Book zum Kauf bereitstehen. Insgesamt sollen 27 der ersten 32 Bücher nur 9,99 US-Dollar kosten, das teuerste Buch schlägt mit 12,99 US-Dollar zu Buche. Diese Preise verwirren etwas, da man in der Branche davon ausgegangen ist, dass Apple Preise zwischen 12,99 und 14,99 US-Dollar anvisieren wird.

Letztlich scheinen jedoch die Verlage das Zepter in der Hand zu halten, da sie ähnlich wie im App Store die Preise selbst festlegen können. Apple will lediglich 30 Prozent der Erlöse als “Provision” einbehalten. Besonders interessant ist, dass das Buch “Poor Little Bitch Girl” im Amazon Kindle Store nur 8,83 US-Dollar kostet, bei Apple jedoch 12,99 US-Dollar. Anders ausgedrückt: der Streit zwischen Amazon und MacMillan (wir berichteten) scheint bisher zumindest noch keine Auswirkungen auf die Preise der elektronischen Bücher zu haben. Jedoch kann sich alles noch ändern, sobald der iBook Store offiziell gestartet wird.

Unterdessen hat das Wall Street Journal bekannt gegeben, dass ein Abo der Zeitung 17,99 US-Dollar kosten wird – die Druckausgabe kostet im Monat 29 US-Dollar. Rupert Murdoch (Chef der News Corp.) gab zudem bekannt, dass die meisten der Verlagstitel und andere Inhalte ebenfalls auf dem iPad zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls gab das WSJ bekannt, dass das Esquire Magazine von Hearst zum Start für 2,99 US-Dollar ohne Anzeigen für das iPad zur Verfügung stehen wird. Das sind 2 US-Dollar weniger als die Druckausgabe. Zudem wird die iPad-Version mit Multimediainhalt (fünf Musikvideos) daherkommen. Die iPad Ausgabe der Men’s Health wird unterdessen genau so teuer sein, wie am Kiosk und 4,99 US-Dollar kosten. Für die kommenden Wochen und Monate wird jedoch erwartet, dass die Verlage mit den Preisen experimentieren werden, um ein optimales Niveau zu erreichen. (Daniel Schürmann | Quelle: Gizmodo, Engadget.com)

Über den Autoren

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. Er ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus). ---- Founder and CEO of zipcon consulting GmbH, a leading consultancy for the printing and media industry in Central Europe. He initiated the E-Business Print Online Studie (EPOS) and acts - in addition to his consulting activity - as an author, lecturer, speaker and moderator. See his profiles on Xing, LinkedIn and GooglePlus.

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