Über Umwege: Flash auf dem iPad

19. April 2010, 8:07 Uhr | Archiv

Das Unternehmen RipCode hat eine Lösung dafür entwickelt, wie man Flash-Videos über Umwege auf dem iPad anschauen kann. Der Clou dahinter: die Videos werden im Hintergrund umcodiert, sodass der Safari-Browser diese problemlos abspielen kann.

Das iPad von Apple (Quelle: Apple-Trailer)

Damit das funktioniert, müssen Webseitenbetreiber RipCode in ihre Webseite integrieren. Diese Einbindung gibt den Befehl an einen Cloud-Server das Flash-Video (wobei auch viele andere Formate möglich sind) quasi on-the-fly in ein Safari-taugliches Format umzuwandeln. Das neu codierte Video wird wiederum in die Webseite integriert und so dem iPad angezeigt. Das Unternehmen beschreibt das Vorgehen wie folgt: „content requests from an iPad is automatically detected, which launches an intelligent content transcoding workflow that re-encodes a Flash file to one of the aforementioned iPad-accepted formats, and then delivers either via MP4 Progressive Download or Apple’s MPEG-TS Adaptive Progressive Download.“ Dieses Vorhaben gelingt aber nur solange, wie Apple dies zulässt. Durch ein Update könnte die Integration von RipCode gefährdet werden bzw. der Safari Browser wertet diese einfach nicht mehr aus.

Zu dem Schritt hat sich das US-amerikanische Unternehmen entschieden, da Flash-Videos sehr häufig im Internet genutzt werden, nicht nur auf YouTube sondern auch bei Hulu und anderen bekannten Webseiten. Flash-Anwendungen lassen sich damit nicht auf das iPad bringen. Ob der Dienst auf lange Zeit kostenlos bleibt, wird abzuwarten sein. Sobald sich HTML5 mit seinem video-Tag etabliert hat, dürfte RipCode jedoch keinen Markt mehr mit seinem Flash-Wandler haben. (Daniel Schürmann | Quelle: ripcode.com, gizmodo.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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