Ein Tablet selber zusammenbauen

21. Juni 2010, 9:32 Uhr | Archiv

Wem das iPad nicht zusagt (aus welchen Gründen auch immer) oder wer keine Lust hat, auf andere Anbieter zu warten, der hat nun für knapp 400 US-Dollar die Möglichkeit, sich sein eigenes Tablet zusammen zu bauen. Das DIY (Do-it-Yourself) Paket beinhaltet alle wichtigen Teile und richtet sich vor allem an Entwickler, die spezielle Software entwerfen wollen.

Beagle Kit (Quelle: Liquidware/gizmodo.com)

Das Unternehmen Liquidware bietet in seinem Online-Shop ein Tablet-Set “Beagle” an, welches Entwicklern eine modulare Hardware-Basis für ihren eigenen Handheld-Computer bieten soll. Dabei geht es vor allem um die Anpassbarkeit und das Entwickeln von entsprechend auf Tablets nutzbaren Anwendungen.

Das Kit besteht aus einem 4,3 Zoll OLED-Touch-Bildschirm, welcher sich direkt auf dem BeagleBoard befindet. Das BeagleBoard ist ein kleiner Mini-Computer mit einem 1 GHz Prozessor. Zudem gibt es ein Akku-Modul und eine 4 GB vorformatierte SD-Karte mit der man das Linux-Betriebssystem starten kann. Doch auch Android soll lauffähig sein, so der Hersteller.

Mit dem Beagle Tablet will man vor allem eine offene Plattform bieten und damit Apple und anderen Herstellern entgegentreten, die geschlossene Tablets auf den Markt gebracht haben, bzw. bringen werden. Während es auf solchen Geräten relativ schwer sein soll, spezielle Hardware-Funktionen zu nutzen, die nicht mit einer API abgedeckt sind, so soll das mit dem Beagle sehr einfach sein, da es ein “Open Source”-Tablet ist, bei dem alle Informationen, Quelle und Funktionen offen liegen. Es geht Liquidware darum, Innovationen zu ermöglichen.

Die Speicherkapazität lässt sich durch größere SD-Karten erweitern oder durch den USB-Anschluss lassen sich externe Festplatten anbinden. Der Akku soll je nach Anwendung und Optimierung bis zu sechs Stunden durchhalten. Für Endanwender ist das Beagle Kit sicher nichts, da man neben dem Betriebssystem auch alle Anwendungen selbst konfigurieren oder gar neu schreiben muss. Aber gerade für Entwickler oder kreative Programmierer ist es ein wunderbares und kostengünstiges Tablet-Kit. Von der Größe des Bildschirm her, dürfte man es aber noch nicht als Tablet ansehen, da es zum Beispiel von HTC bereits Smartphones gibt, die ein ähnlich großes Display bieten. (Daniel Schürmann | Quelle: gizmodo.com)

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Christian Cub

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