Vor 10 Jahren: Start des mobilen Internet

20. Juli 2010, 8:55 Uhr | Archiv

Am 31. Juli 2000 fiel der Startschuss, 17 Tage später der Hammer: Die Versteigerung der UMTS-Mobilfunkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur brachte dem Bund umgerechnet 50,8 Milliarden Euro ein. Und den Kunden das mobile Internet.

(Quelle: pixelio // Fotograf: Tom Mueck)

Sechs Bieter hatten UMTS-Lizenzen ersteigert, um in Deutschland Netze für die mobile Datenübertragung aufzubauen. Die Frequenzauktion gelte heute als Startpunkt für das mobile Internet, wird von Millionen Menschen täglich genutzt und ist ein wirtschaftlicher Erfolg, so der BITKOM. Doch in den ersten Jahren litten die Telekommunikationsunternehmen in den Folgejahren unter finanziellen Belastungen, welche die Lizenzzahlungen und die zusätzlichen Investitionen für den Netzausbau verursachten.

Nach fünf Jahren wendete sich das Blatt, vor allem durch den erfolgten Ausbau der Netze und aufkommende Smartphones die multimediatauglich waren. Zudem sanken die Preise für die mobile Datennutzung. Ende 2009 nutzen in Deutschland rund 24 Millionen Menschen UMTS, ein Plus von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Verband BITKOM rechnet nach einer aktuellen Prognose im laufenden Jahr mit einem Zuwachs von 28 Prozent auf rund 31 Millionen UMTS-Nutzer. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten wird 2010 laut BITKOM in Deutschland um 8 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro steigen. Damit entfallen inzwischen ein Viertel der Umsätze der Netzbetreiber auf die mobile Datenübertragung.

Während sich UMTS fest etabliert hat, steht die nächste Stufe der mobilen Kommunikation bereits kurz vor der Einführung. Mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE sind deutlich höhere Bandbreiten möglich als heute. LTE steht für Long Term Evolution. Filme oder andere datenintensiven Anwendungen werden so spürbar schneller übertragen. Grundlage für den LTE-Ausbau ist ebenfalls eine Frequenzauktion der Bundesnetzagentur, die im April und Mai 2010 stattgefunden hat. Der Erlös betrug 4,4 Milliarden Euro. (Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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