De-Mail soll angeblich unsicher sein

22. Juli 2010, 9:33 Uhr | Archiv

Wie die Frankfurter Rundschau gestern meldete, ist die De-Mail als unsicher einzustufen. Grund: Die Mails würden nicht durchgängig verschlüsselt sondern sondern auf den Servern entschlüsselt und neu verschlüsselt. Der Branchenverband Bitkom versucht die Gemüter zu beruhigen: Mails seien nur kurz unverschlüsselt und die Server auf denen dies geschieht geprüft und sicher abgeschottet vor Angriffen.

Quelle: t-digit.de

Konkrete Informationen sind dem Bericht der Frankfurter Rundschau nicht zu entnehmen, aber es ist schnell klar, was der Bericht meinen könnte: So funktioniert die De-Mail im Browser und nicht als Server-Client-System. Schreibt man eine De-Mail, wird diese über SSL verschlüsselt an den Server übertragen und dort entschlüsselt um sie anschließend zum Übertragen der Daten wieder gemäß den Vorgaben zu verschlüsseln. Der Empfänger der Mail öffnet diese nun wobei der Inhalt entschlüsselt wird und dem Benutzer im Browser wieder angezeigt wird.

Die Entschlüsselung auf den Servern soll nötig sein, um die Mails nach Spam und Malware zu überprüfen. Aber weder das Bundesinnenministerium noch der IT-Branchenverband Bitkom sehen ein Problem. Konkret sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer: „Beim De-Mail Verfahren können Mails aus technischen Gründen auf einem hochsicheren Server innerhalb des Bruchteils einer Sekunde ent- und wieder verschlüsselt werden. Dieses Verfahren wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geprüft und auf Basis höchster internationaler Sicherheitsstandards bestätigt. Bedenken, dass Unbefugte darauf zugreifen könnten, sind in der Praxis unbegründet. Gegenüber der bisherigen E-Mail oder dem Einschreiben und Brief in Papierform bedeutet De-Mail einen Quantensprung in puncto Sicherheit. De-Mail macht Deutschland weltweit gesehen zum Vorreiter beim sicheren Mail-Verkehr. Wir brauchen dringend eine echte digitale Alternative zum Papierbrief. Diese Chance für mehr Effizienz in Wirtschaft und Verwaltung darf nicht durch unberechtigte Bedenken zerredet werden.“ (Daniel Schürmann | Quelle: golem.de, bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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