Neues E-Book Format von Sharp

26. Juli 2010, 8:31 Uhr | Archiv

Als Standard bei E-Books hat sich das EPUB-Format durchgesetzt. Dabei handelt es sich um ein quelloffenes Format, welches von allen heute erhältlichen E-Readern (außer dem Kindle und Kindle DX) und Tablets unterstützt wird. Zudem versucht sich gerade ein neuer Standard für elektronische Zeitungen und Magazine durchzusetzen, der von Sharp kürzlich in einer überarbeiteten Fassung vorgestellt wurde: XMDF.

XMDF von Sarp auf einem E-Reader (Quelle: www.mobilemag.com)

Dieses Dateiformat gibt es bereits schon seit 2001 und wird in beinahe 70 Millionen Geräten in Japan zur Darstellung von elektronischen Inhalten wie Büchern und Mangas (ähnlich: Comics) eingesetzt. Es wird derzeit von Sharp als „next generation XMDF“ für simple und komplexe Layouts zugleich zusammen mit der Unterstützung für interaktive sowie multimediale Formate als neuer Standard der Branche angeboten.

Basierend auf dem 2001 kommerzialisierten Dateiformat XMDF (eXtensible Model Data Format) hat das Unternehmen Sharp ein neues Dateiformat vorgestellt, welches sich für digitale Magazine und Zeitungen besonders eignet. Es soll die Ausdrucksstärke des Print-Formats bewahren und ihm zugleich die Freiheit der digitalen Technologie ermöglicht. Es lassen sich damit, wie Sharp in seinem Vorstellungsvideo zeigte, ansprechende und interaktive Layouts erzeugen, die neben Text und Bild auch Multimediainhalte zeigen und sich zudem an die Displaygröße des Anzeigengeräts anpassen. Auch aus dem Internet nachladende Inhalte können damit möglich gemacht werden.

Neben E-Readern und Tablets will Sharp das Format zudem auf Fernseher, Spielekonsolen und Kiosk-Computer (z.B.: in Internet Cafés) bringen. Die Inhalte sollen zudem in der Cloud (also auf Servern die über das Internet erreichbar sind) befinden und so überall und jederzeit abrufbar sein.

Sharp soll, so wird berichtet, die Verteilung und Sammlung sowie Bereitstellung von Informationen und Inhalt in seinem neuen Format vereinfacht haben, damit Verlage ihre Inhalte schnell in das XMDF-Format umsetzen können. Derzeit will man das Format auf den verschiedensten zuvor genannten Plattformen in Japan und Nordamerika verfügbar machen und zudem einen eigenen digitalen Kiosk vorstellen, über den sich entsprechend aufbereitete Inhalte anbieten lassen . Diese Plattform soll noch innerhalb des Jahres 2010 vorgestellt werden und als Vertriebskanal für XMDF-formatierte Inhalte dienen. Neben Büchern, Zeitungen und Magazinen nennt das Unternehmen auch Kataloge als mögliche Contentgruppe.

Ein Video von der Vorstellung findet sich hier. (Daniel Schürmann | Quelle: engadget.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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