Amazon stellt neuen Kindle vor

29. Juli 2010, 2:09 Uhr | Archiv

Nachdem nun seit fast zwei Tagen Amazons Kindle bei Amazon als „Ausverkauft“ geführt wird, hat das US-Unternehmen erklärt warum: Ab heute lässt sich der neue Kindle mit einigen Verbesserungen und zu einem günstigeren Preis vorbestellen. Das Gerät kommt zudem in zwei Varianten: nur WiFi oder WiFi und eingebautes UMTS. Wir haben die ersten Informationen zum neuen Kindle (Kindle 3).

Der neue Kindle von Amazon (Quelle: Amazon)

Der neue Kindle von Amazon ist knapp 21 Prozent kleiner, ist 15 Prozent leichter, kommt aber weiterhin mit einem 6 Zoll E-Ink-Display. Dabei handelt es sich jedoch um die neueste Generation mit verbessertem Kontrast (50 Prozent, verbessert die Ansicht von Zeitungen mit Abbildungen, da Details besser erkennbar sind) und schnelleren Umblätter-Zeiten. Der Akku soll nun bei normaler Nutzung rund einen Monat Strom liefern (ohne WiFi/3G; sind die kabellosen Kommunikationstechniken eingeschaltet soll der Akku zehn Tage halten). Zudem wurde der interne Speicher auf 4 GB erhöht. Ein Erweiterungsslot ist weiterhin nicht eingebaut.

Die WiFi und 3G Version soll 189 US-Dollar kosten, die reine WiFi Version kostet 139 US-Dollar. Damit ist es das derzeit günstigste WiFi E-Reader-Gerät auf dem Markt. Der Nook WiFi von Barnes & Noble kostet 10 US-Dollar mehr und ist nur in den USA zu haben. Amazon hofft, dass man mit diesem Preis gerade Familien dazu bewegen kann, mehr als einen Kindle im Haushalt zu besitzen.

Die ersten Vorbestellungen nimmt Amazon ab heute (Donnerstag) entgegen. Ausgeliefert werden sollen die neuen Geräte ab dem 27. August zu Kunden auf der ganzen Welt (in 140 Ländern, darunter auch Deutschland).

Der neue Kindle von Amazon (Quelle: Amazon)

Amazon hat bewusst wieder auf ein E-Ink-Display gesetzt, da man ein Lesegerät für digitale Inhalte (vor allem Bücher) ausliefern will und keine LCD-Tablets, auf denen das Lesen wenig augenfreundlich ist. Aus diesem Grund werden auch knapp 18 Monate nach der Vorstellung des ersten Kindle weiterhin keine Bewegtinhalte auf dem Amazon E-Reader möglich sein, da E-Ink-Displays dies schlichtweg nicht unterstützen (sie haben eine zu lange Bildaufbauzeit). Zwar haben die neuen Displays eine um 20 Prozent verringerte Bildaufbauzeit, doch auch das reicht noch nicht für Animationen oder gar Videoinhalte.

Neben den unterschiedlichen WiFi/UMTS Versionen (welche weiterhin auf das AT&T Netzwerk in den USA baut aber auch international wieder freies UMTS bieten soll) ist der Kindle zudem in zwei „Farben“ erhältlich nämlich in Weiß und Graphit wie der große Bruder „Kindle DX“.

Zudem hat Amazon in seinen neuen Kindle einen experimentellen WebKit Browser eingebaut. Dieser braucht jedoch lange Zeit um Webseite aufzubauen und durch die doch langsamen Bildaufbauzeiten ist es laut ersten Berichten keine freude, damit im Internet zu surfen. Dankenswerter Weise hat Amazon wohl ein Feature namens „Article Mode“ eingebaut, welches Webseite in ein leichter zu lesendes Artikel-Format umformatiert.
(Daniel Schürmann | Quelle: engadget.com, online.wsj.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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