Microsoft stellt sich gegen StreetView

30. Juli 2010, 8:38 Uhr | Archiv

Microsofts Forschungsarm arbeitet daran, Googles Street View mit neuen Perspektiven stärkere Konkurrenz zu machen. Laut Argumentation der Forscher hat sowohl das hauseigene Streetside für Bing Maps wie auch das Google-Pendant die gleiche Schwäche: Die 360-Grad-Ansichten bilden isolierte „Blasen“. Sie können keinen optimalen Eindruck beispielsweise von langen Straßen vermitteln. Das soll sich nun mit „Street Slide“ ändern.

StreetSlide von Microsoft (Quelle: YouTube Video)

Die Forscher verknüpfen Bilder einzelner Standorte zu einem langen Panorama. User können dieses aus der Ferne betrachten oder sich mit Scrollen virtuell durch die Stadt bewegen. Dieses Interface verspricht ein fesselnderes Nutzererlebnis, berichtet das Team auf der aktuell laufenden Computergrafikkonferenz SIGGRAPH. Bei herkömmlichen 360-Grad-Ansichten kann ein User zwar an ein Objekt heranzoomen, sich diesem aber nicht wirklich nähern. Das ändert sich mit Street Slide, wie ein YouTube-Demovideo zeigt. Dazu wird aus Teilen der 360-Grad-Bilder ein längliches Panorama zusammengesetzt. Der Anwender scrollt in dieser Ansicht, um sich so entlang der Straße zu bewegen. In dem Panorama werden Informationen zu interessanten Punkten unter dem Bild angezeigt. Das gilt auch für Hinweise auf Seitenstraßen.

In der aktuellen Form funktioniert Street Slide am besten für lange, gerade Straßen mit Gebäudefronten in einer Ebene. Damit bietet sich der Ansatz beispielsweise für viele US-Kleinstädte an, die sich sehr an einer Hauptstraße orientieren. In weiterer Folge wollen die Forscher aber Optimierungen suchen, um auch bei komplexeren Straßenverläufen Panoramen möglichst ohne Bildartefakte zusammenzusetzen. Vorerst ist Street Slide ein reines Forschungsprojekt. Microsoft macht bislang keine Angaben, ob und wann die Ansicht in Bing Maps integriert werden soll. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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