E-Book-Umsatz schon bald bei 10 Prozent

5. August 2010, 8:09 Uhr | Archiv

In den USA berichtet der große Buchverlag (Random House) davon, dass man schon bald zehn Prozent des eigenen Umsatzes durch E-Books generieren wird. Das soll laut Random House schon im Jahr 2011 so weit sein. Derzeit sollen die Umsatzanteile am gesamten Buchverkaufsumsatz bei rund 8,5 Prozent liegen. Und erste Autoren haben es innerhalb kürzester Zeit geschafft, eine Millionen verkaufte E-Books vorzuweisen.

Der neue Kindle von Amazon (Quelle: Amazon)

Neben Random House, haben mit Hachette und Simon & Schuster zwei weitere US-Verleger erklärt, dass man bereits im ersten Quartal 2010 rund 8 Prozent des eigenen Umsatzes mit E-Books einfahren konnte. Dabei sollte man bedenken, dass nicht alle gedruckten Bücher als E-Book zur Verfügung stehen (wie zum Beispiel Kinderbücher, Kochbücher oder Fotobücher). Außerdem wurden noch nicht alle Bücher als E-Book veröffentlicht, die als E-Book auch Sinn machen würden. Zu guter Letzt ist zu bedenken, dass E-Books generell in den USA weniger kosten, als ihre gedruckten Gegenstücke. Alle diese Faktoren summiert ergeben, dass acht Prozent Umsatzanteil einem deutlich höherem Verkaufsanteil entsprechen.

Analysten gehen davon aus, dass bis zu 20 Prozent der Bücher die als E-Books und gedruckte Fassung vorliege als E-Book über die digitale Ladentheke gehen. Auch Amazon hat schon erklärt, dass E-Books einen Anteil von 40 Prozent an den Verkäufen haben (bei Titeln die sowohl als E-Book und gedruckt verfügbar sind. Von solchen Zahlen kann in Deutschland noch lange nicht gesprochen werden.

„Ich muss gestehen, dass ich überrascht bin, wie schnell das Digitalgeschäft wächst, vor allem in den USA“, so Random House CEO Markus Dohle. Weiter erklärt er, dass das gedruckte Buch zwar seine Mehrheit behalten wird, aber E-Books in den USA bis 2015 einen Marktanteil von 25 bis 50 Prozent erreichen werden. Markus Dohle freut sich zudem über die elektronischen Lesegeräte wie Kindle und iPad: „Wenn ich einen Leser sehe, der auf seinem iPad oder Kindle liest, dann freue ich mich. Ohne diese Geräte hätten wir ihn in dem Moment vielleicht gar nicht erreichen können, weil das Buch zu Hause liegen gelassen wurde. Doch auf dem elektronischen Lesegerät bekommen wir ihn immer. Das ist eine geschenkte Leseminute.“ (Daniel Schürmann | Quelle: winfuture.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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