Kampf gegen verwackelte Fotos

5. August 2010, 8:51 Uhr | Archiv

Microsoft Research hat ein System entwickelt, das verwackelten Fotos mithilfe von Bewegungssensoren den Kampf ansagt. Ein spezieller Software-Algorithmus nutzt deren Daten, um das Originalfoto scharf zu rechnen. Die vollautomatische Lösung präsentiert sich gerade für Consumer-Kameras interessant.

Beispiel eines verwackelten Ftos (links) und die unverwackelte Aufnahme (rechts) (Quelle: Microsoft Research)

Ein Kamara-Prototyp wurde im Rahmen der Computergrafikkonferenz SIGGRAPH vorgestellt und nutzt noch relativ große externe Sensoren. Doch die Forscher betonen, dass das System auch leicht direkt in eine Digitalkamera verbaut werden könnte. Immerhin nutzt es gängige Sensoren, die heute auch in Smartphones stecken. Der Microsoft-Research-Ansatz ist gerade für Hobbyfotografen interessant. Denn die Lösung erfordert keine speziellen Einstellungen. Vielmehr wird einfach wie gewohnt ein Bild geschossen. Während der Aufnahme messen Gyroskop und Beschleunigungsmesser die Bewegung der Kamera. Der Algorithmus zeichnet dann das eigentlich verwackelte Foto mithilfe der Sensordaten scharf. Wie gut das funktioniert, zeigt eine Reihe von Beispielaufnahmen.

Ein Vorteil der Lösung ist, dass sie mit gängiger preisgünstiger Hardware auskommt. Noch dazu könnten die Sensoren einfach in ein Kompaktmodul oder direkt in Kameras verbaut werden. Allerdings hat der Ansatz den Forschern zufolge einige Einschränkungen – beispielsweise bei fahrenden Kameras oder sehr starken Wackelbewegungen. Daher werden sie an einer weiteren Optimierung des Systems arbeiten. Weitere Informationen zu dem besprochenen Ansatz gibt direkt bei Microsoft Research. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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