MagCloud: Publishing-on-Demand

5. August 2010, 9:41 Uhr | Archiv

In letzter Zeit ist die Tendenz in vielen Branchen zu beobachten, dass man näher und persönlicher an die Kunden treten möchte – so auch in der Publishing-Industrie: durch das amerikanische Projekt MagCloud wird es theoretisch jedem ermöglicht, ein eigenes Magazin zu entwerfen und publizieren.

Quelle: upload-magazin.de

Durch Blogger, Facebook und Twitter ist der Mensch von heute mehr oder weniger dran gewöhnt Texte von unabhängigen Autoren zu lesen. Bis jetzt war aber der Ort für diese Literatur ausschließlich das Internet, denn die eigenen Inhalte auf Papier zu veröffentlichen braucht Zeit und vor allem Geld. Es existieren schon Unternehmen, die sich mit dem sogenannten „Print-on-Demand“ beschäftigen, bei denen man aber ausschließlich Bücher drucken lassen kann. Bei MagCloud soll sich der Traum für ein eigenes Magazin sehr leicht verwirklichen lassen.

Die Print-on-Demand-Plattform, die sich noch in einer geschlossenen Beta-Version befindet, besitzt ein schlichtes und benutzerfreundliches Design. Die Magazingestaltung erfolgt insgesamt in sieben Schritten. Das, was die klugen Köpfe von MagCloud dem Publizist nicht beibringen können ist das Gestalten von dem Layout. Wenn man aber da schon Vorkenntnisse besitzt, fällt der Prozess nicht so schwer. Die fertigen Seiten muss man auf der Plattform in PDF-Form, gemäß den angegebenen Seitenanforderungen hochladen. Nach der Seitenvorschau kann man ein Proof (Testausgabe) bestellen und ihn in maximal zwei Wochen erhalten. Wenn im Proof alles stimmt, veröffentlicht man sein Erzeugnis auf der Webseite und ab diesen Moment kann das Magazin schon von den Lesern bestellt werden.

Was auffällt ist die Tatsache, dass man als Autor nicht in den USA wohnen muss – aber die Leser schon. Leider sind bis jetzt die Bestellungen nur aus der Vereinigten Staaten möglich, das könnte sich aber in nächster Zeit ändern. Eine weitere Anforderung ist, dass die Hefte nicht mehr als 60 Seiten enthalten dürfen, was nicht jedem gefallen könnte.

Das ursprünglich von HP entwickelten Konzept entfaltet neue Perspektiven für die unabhängigen Autoren und ermöglicht somit eine Bereicherung der Presse und Literatur insgesamt. (Milena Stoimenova | Quellen: magcloud.com ; upload-magazin.de )

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Marco Schürmann

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