Madgets für Multitouch-Geräte

6. August 2010, 10:33 Uhr | Archiv

Nach der Erfindung der SLAP-Widgets hat das Team der RWTH Aachen keine Pause gemacht. Jetzt stellen sie uns den verbesserten Nachfolger vor.

Quelle: gizmodo.de

Wofür braucht man aber die Madgets eigentlich? Gute Frage. Schon seitdem Microsoft seinen Surface für den Markt freigegeben hat, existiert das kleine Problem, dass die Maus und die Tastatur immer noch die bequemsten Eingabegeräte und Steuerelemente für das Interface bleiben. Die Ursache dafür ist die Tatsache, dass die gerade Fläche eines solchen High-Tech Tisches dem Benutzer zum Beispiel nicht den nötige Komfort beim Tippen bietet. Man kann schlecht eine Touchscreen-Tastatur bedienen ohne hinzugucken, was zu einer Verlangsamung bei der Bedienung führen kann.

Davon wurden die SLAP-Widgets inspiriert. Ihr Ziel war die „Kommunikation“ mit diesen Geräten bequemer zu machen. Die Idee war es, Steuerungselemente zu entwickeln, die die Vorteile von materiellen und virtuellen Eingabegeräten vereinen. Und das wurde erreicht. Es ist nun aber ein anderes Problem aufgetreten: nur die einseitige Steuerung reicht nicht aus und die passiven Eingabegeräte können sich nur schwer an softwarebedingten Änderungen anpassen.

Die Lösung dafür sind die Madgets. Die kleinen Widgets aus Silikon und Acryl besitzen mehrere kleine Magnete, die in Kombination mit den Elektromagneten des Multitouch-Tisches ein magnetisches Feld erzeugen können. Mithilfe dieses Feldes kann zum Beispiel ein Schieberegler eines Madgets softwaregesteuert verschoben werden oder eine Taste kann ein- oder ausgerastet werden. Die kleine Gizmos lassen sich vom Computer ansteuern und so können sie sich auf der Tischoberfläche nach den eigenen Anweisung bewegen. Das ist aber noch nicht alles – es ist auch eine Stromübertragung möglich, was die Voraussetzung schafft kleine LEDs oder Chips mit der nötigen Energie zu versorgen.

Die Madgets verschaffen einen neuen Blick auf die Bedienungsarten einer Software und zeigen, dass die Hightech-Erzeugnisse immer intuitiver und „kommunikativer“ werden. Die kleinen Gadgets werden im Oktober 2010 auf der Konferenz zur Technik von Benutzerschnittstellen vorgestellt. (Milena Stoimenova | Quellen: hci.rwth-aachen.de; hci.rwth-aachen.de/madgets; engadget.com)

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Marco Schürmann

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