E-Postbrief: als unzuverlässig bezeichnet

16. August 2010, 11:03 Uhr | Archiv

Erst vor vier Wochen hat die Deutsche Post ihren neuen Dienst gestartet und schon wurden die ersten Testergebnisse veröffentlicht. Laut „Stiftung Warentest“ sei das neue Angebot nicht ausgereift genug und wurde unfertig auf dem Markt gebracht.

Quelle: bgland24.de

Gerade nach dem Start des E-Postbrief-Dienstes wurden zwei Testkontos eröffnet. Das erste wurde in sechs Tage freigeschaltet, während es bis zur Freischaltung des zweiten dreieinhalb Wochen gedauert hat. Postsprecher Uwe Bensien hat zur Unternehmensverteidigung mitgeteilt, dass somit ein Systemabsturz durch Serverbelastung verhindert werden soll und dass der Anmeldeprozess ab Oktober beschleunigt wird.

Die Probleme treten aber nicht nur bei der Konteneröffnung auf: beim Aufladen des Guthabens kann man nur volle Eurobeträge einzahlen, was sehr unpraktisch ist, wenn man nur für einen Brief zahlen will. Zudem wird im Onlinezahlungsformular das Logo von American Express angezeigt, obwohl die Zahlungen damit gar nicht unterstützt wird.

Für den Versand von E-Briefen sollte nur die Eingabe der E-Postadresse des Empfängers reichen. Doch  das führt zu Schwierigkeiten, denn momentan ist kaum jemand Besitzer eines solchen Kontos und das öffentliche Adressverzeichnis hilft kaum. Deswegen bleibt zurzeit das Eingeben der herkömmlichen Adresse die bessere Alternative. Jedoch wird beim Schicken des Briefes keine Überprüfung der Adresse gemacht, wodurchdas Risiko, dass der E-Brief irgendwo falsch landet, steigt.

An der Tatsache, dass die Briefe nicht immer zum versprochenen Zeitpunkt ankommen haben sie sich schon die Postkunden mehr oder weniger gewöhnt. Was aber zu großer Verunsicherung führt,  ist, dass man sich nie sicher sein kann ob der Empfänger das bekommt, was ursprünglich geschickt wurde. Beim Test wurden Farbfotos als PDF-Datei geschickt und als weiße Blätter ausgeliefert, wobei man trotzdem für die Fehlleistung 10 Cent pro Blatt zahlen musste. Bei Briefen wurde zudem das Layout geändert, Grafiken und Bilder wurden unvollständig ausgedruckt. Man konnte nichts daran ändern, denn eine Druckvorschau ist erst nach dem Verschicken möglich. Eine vorgezogene Überprüfung der Dateien wäre hier von Vorteil.

Als Fazit meint „Stiftung Warentest“, dass die von der Deutschen Post angebotene Leistung weit von dem erhofften entfernt ist und dass man die Dienste bald nachbessern sollte. (Milena Stoimenova | Quellen: test.de; winfuture.de)

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Marco Schürmann

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