App-Boom: Browser immer unbeliebter

20. August 2010, 9:51 Uhr | Archiv

Das amerikanische Technologiemagazin „Wired“ kündigt den Untergang des Webs an. Schuld daran sind demnach die Apps wie sie beim iPhone, iPad oder Android-Geräten vermehrt zum Einsatz kommen. Statt auf das offene Web zu setzen, gehen immer mehr Menschen über Apps und vergleichare Dienste in das Internet.

Quelle: pixelio // Fotograf: Rainer Sturm

„So sehr wir das offene, uneingeschränkte Web lieben, wir vernachlässigen es für einfachere, geschmeidigere Dienste, die leicht funktionieren“, so Wired-Chefredakteur Chris Anderson. Verbraucher entscheiden sich eher für einen Interneteinstieg über beispielsweise iPads, nicht etwa weil sie das Web ablehnen, sondern da diese Plattformen oft besser und einfacher funktionieren. Firmen machen zudem auf leichteren Wegen Umsatz. Das Web ist nicht der Höhepunkt der digitalen Revolution. Dem stimmen sowohl Verbraucher als auch Verkäufer zu, berichtet Anderson in seinem Artikel.

Zahlen aus dem „Visual Networking Index“ des Elektronikkonzerns Cisco besagen, dass der Browser-Datenverkehr dramatisch zurückgegangen ist. Grund sind die Video- und Peer-to-Peer-Anwendungen, bei denen Nutzer direkt in Verbindung mit dem Internet treten. Vor zehn Jahren entfiel noch etwa 50 Prozent des Datenverkehrs im Internet auf Web-Anwendungen, heute sind es nur noch 23 Prozent. Doch gerade diese Zahlen rufen Kritiker auf den Plan: So warf beispielsweise ein Blogger dem Chefredakteur vor, nur die Prozentanteile des Datenverkehrs im Web zu betrachten und nicht dessen Wachstum in absoluten Zahlen. Der Web-Datenverkehr ist nämlich bis zum Jahr 2010 von zehn Terabyte auf sieben Exabyte gestiegen. Techcrunch meint zudem, dass die vielen Apps die Internetnutzer schnell überfordern und dies somit die Rückkehr des Internetbrowsers auf Mobiltelefonen bedeuten wird. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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