Kleidung als Stromgenerator

25. August 2010, 9:31 Uhr | Archiv

In Zukunft wird alltägliche Kleidung den Strom für MP3-Player und andere Elektronikgeräte liefern können. Darauf zielt ein Projekt ab, das Forscher an der Fakultät für Elektronik und Informatik der University of Southampton in Angriff nehmen. Ziel ist ein zum Druck auf Textilien geeignetes piezoelektrisches Material. Dieses soll als Dünnfilm Kleidung in Generatoren verwandeln.

Der Komfort soll darunter nicht leiden: Der piezoelektrische Film soll für den Träger nicht spürbarer sein als eine Musterung. Das Bedrucken mit dem Elektronikmaterial ist aber eine etwas größere Herausforderung. Dennoch hofft man, dass die Technologie bis 2015 marktreif ist.

Piezoelektrische Materialien sind ein gängiger Ansatz, um aus der alltäglichen Bewegung eines Menschen Strom zu gewinnen, beispielsweise in stromerzeugenden Schuhen. Das neue Projekt zielt nun darauf ab, dieses Prinzip direkt in die Kleidung zu integrieren. Dazu will das Team ein geeignetes Material direkt auf Stoffe drucken, ähnlich wie Farben für Dekorationen auf der Kleidung. Da eine großflächige Anwendung denkbar ist, kann so relativ viel Strom erzeugt werden.

Smartphones und andere Gadgets per Kleidung zu betreiben ist zwar denkbar, aber nicht das Hauptziel des Projekts: So könnte man stattdessen direkt ins Gewebe integrierte Elektronik mit Strom versorgen, Stichwort „intelligente Kleidung“. Möglich wären demnach Datenhandschuhe, intelligente Schutzkleidung bis hin zu Kleidung, die die Gesundheitsdaten des Trägers überwacht. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

1 Kommentar

  1. Antworten

    severin

    15. Oktober 2010

    Hi!!
    möchte gerne wissen wie werden die ganzen Geräte eingespeist.(bzw wie werden die gesamte energie zu Geraät übertragen(Schnittstelle).)
    danke
    severin


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