iTunes 10 und Social Network „Ping“

1. September 2010, 20:59 Uhr | Archiv

Neben den neuen iPods und dem iOS Update hat Apples Chef Steve Jobs auch das neue Apple TV und iTunes 10 mit sozialem Netzwerk „Ping“ vorgestellt. Wir haben alle Details zu der neuen Hard- und Software und informieren Sie natürlich über alle Neuigkeiten.

Das neue iTunes Logo (Quelle: engadget.com)

Wie Steve Jobs während seiner Präsentation erklärte, haben die Nutzer von iTunes bereits über 11 Milliarden Songs, 450 Millionen Fernsehfolgen, 100 Millionen Filme sowie 35 Millionen Bücher heruntergeladen. Insgesamt gibt es 160 Millionen aktive Accounts, die mit einer Kreditkarte für Abrechnungen verbunden sind. Damit – so Apple – sei man der Nummer 1 Multimedia-Store im Internet.

Mit dem neuen iTunes 10 hat man auch ein neues Logo eingeführt um sich somit von der CD zu verabschieden. Grund: man verkauft über iTunes mehr Lieder als über CDs verkauft werden – so Steve Jobs. Das neue iTunes wurde zudem überarbeitet: es soll simples und eleganter sein. Um ein weiteres Feature einzubinden, erschuf Apples „Ping“. Dabei handelt es sich um ein Soziales Netzwerk, mit dem man sich mit seinen Freunden verbinden kann, um sich über neueste Musik auf dem Laufenden zu halten. So kann man herausfinden, was die Freunde gerade neues hören und findet so vermutlich neue, einem noch unbekannte Lieder.

Ping wird als eine Mischung aus „Facebook“ und „Twitter“ beschrieben. Man folgt seinen Freunden, tauscht sich über neue Musik aus – und es geht nur um Musik (mal schauen, wie lange – denn warum nicht auch über TV-Serien, Filme oder Bücher auszutauschen). Das neue Apple-Netzwerk ist direkt in iTunes eingebaut, sowie über iPhones und iPod Touch einsehbar. Auf diese Weise soll man sehen können, welche Top-Songs gerade bei den eigenen Freunden laufen und kann diese mit nur einem Klick ebenfalls kaufen.

Mit Ping will Apple zudem Künstler ansprechen, die sich einen eigenen Account machen sollen und so ihren Zuhörern ständig über neueste Musik auf dem Laufenden halten können. Durch spezielle Privatsphäre-Einstellungen kann man zudem den Zugriff so steuern, dass nur autorisierte Personen einem folgen können. Zudem können Songs bewertet und kommentiert werden – unbeantwortet bleibt, ob Apple hier einen Zensur-Stift ansetzt oder nicht. iTunes 10 mit Ping ist seit heute zum Download auf der Apple-Webseite erhältlich.

Die neue Apple TV Box (Quelle: engadget.com)

Neben dem neuen iTunes hat Apple auch seinen neuen A-TV (Apple TV) angekündigt. Apple gab bei seiner aktuellen Box zu, dass sie kein Erfolg war und will dies nun ändern. Der Preis sinkt von 229 auf 99 US-Dollar und die neue Box ist nur einen Viertel so groß, wie die bisherige Box.

Aus seiner aktuellen box hat Apple viel gelernt, zum Beispiel dass die Kunden ein kleines, leises Gerät haben wollen, dass HD Inhalte streamt. Und genau das wird die neue Apple TV Box machen. Über ein einfaches Interface lassen sich Filme und Serien aus dem iTunes Store ausleihen (ein Kauf ist nicht möglich!) sowie auf YouTube und Netflix (ein Videostreaming-Dienst für Filme) zugreifen. Für Fernsehserien, die in Zukunft möglichst nur 99 US-Cent pro Folge kosten sollen, hat man bisher nur die beiden großen US-Fernsehsender ABC und Fox begeistern können. Alle ausgeliehenen Inhalte lassen sich für 30 Tage starten – nach dem Start hat man allerdings nur 48 Stunden, den Film oder die Serien zu Ende zu gucken.

Neben dem Zugriff auf den iTunes oder Netflix-Store lassen sich auch Inhalte vom eigenen PC (iMac), iPhone oder iPad streamen – schnelle WLAN-Verbindung vorausgesetzt. Apples TV bringt zu diesem Zweck WiFi 802.11n mit – ebenso sind Anschlüsse für Ethernet, USB, HDMI sowie ein optischer Audioausgang integriert.

Letztlich ist Apples Ziel klar: Kunden sollen mit der neuen Apple TV Box HD-Inhalte ausleihen und auf ihren Fernseher streamen. Filme sollen übrigens 4,99 US-Dollar kosten (sobald sie auf DVD erscheinen). Apples neues ATV wird in vier Wochen ausgeliefert – Vorbestellungen sollen ab jetzt im Apple Store möglich sein. (Daniel Schürmann)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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