E-Reader: Hanvon N518 im Test

7. September 2010, 11:03 Uhr | Archiv

Kann der 5-Zoll kleine E-Book-Reader überzeugen? Wir von Beyond-Print testeten das Gerät des chinesischen Herstellers Hanvon und zeigen Ihnen, was dieses Gerät ausmacht und warum es eines der funktionalsten Geräte ist. Der deutsche Distributor Papyrus GmbH stellte uns für unseren Test ein Gerät zur Verfügung.

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Design
Mit seinem nur 5-Zoll großen E-Ink Display gehört der N518 E-Reader von Hanvon wohl zu den kleineren E-Book-Readern. Vom Design her ist das Gerät eher schlicht und zweckmäßig gehalten. Man bemüht sich zwar mit einem Ledermuster und silbernen Plastikelementen um ein schickes Aussehen, doch wirkt das Gehäuse und Aussehen nicht ganz so wertig – hier könnte man in Zukunft noch deutlich etwas verbessern. Das Gerät liegt jedoch aufgrund der strukturierten Oberfläche rutschfest in der Hand und die geringe Größe des Geräts ermöglicht einen einfachen Transport auch in kleinen Taschen; auch das Gewicht ist mit nur 190 Gramm sehr gering. Haftet man das Gerät in den Ledereinband, so wirkt es wie ein Buch und liegt noch bequemer in der Hand. Mit einer Dicke von 12mm erscheint das komplett eckige Gerät etwas sperrig und liegt nicht ganz so gut in der Hand wie etwa ein Kindle, doch spielt das ganze bei der Bedienung des Geräts kaum eine Rolle.

Bedienung
Hält man das Gerät zum ersten Mal in der Hand mag man von den 24 Knöpfen ein wenig überfordert wirken. Doch das täuscht, sobald man den mitgelieferten Stift aus dem Gerät zieht und sich an einer besseren Bedienung erfreut: Das Hanvon N518 bietet nämlich als eines der wenigen E-Reader eine Bedienung via Touchscreen an. Das Hauptmenü ist dabei jedoch sowohl mit Stift als auch mit dem 4-Wege-Steuerkreuz einfach zu bedienen. Durch die Touch-Funktion bieten sich eine Reihe neuer Möglichkeiten beim Betrachen von E-Books an: So kann man beispielsweise während des Lesens bestimmte Stellen markieren, Notizen festhalten oder auch eigene Texte schreiben. Einziges Manko an der Bedienung ist der hohe Druck, den man mit dem Stift auf dem Display aufbringen muss, damit Reaktionen zu merken sind. Die Reaktionsgeschwindigkeit und -genauigkeit ist dafür aber hoch.

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Lieferumfang und Preis
Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Gerät ein Ledereinband mit Geräte-Halterung, (womit das Gerät wie ein Buch wirkt) Stereokopfhörer, AC-DC-Adapter mit Mini-USB-Anschluss, eine 4 GByte SD-Karte und ein Mini-USB-Kabel. Das N518 ist neben vielen weiteren E-Readern bei dem deutschen Distributor Papyrus GmbH und bei Ingram Micro zu erwerben und kann im Online-Shop der Papyrus GmbH für knapp 240 Euro bestellt werden.

Technik und Darstellung von Inhalten
Hier ist der Akku des Geräts hervorzuheben. Er hält laut Herstellerangaben für knapp 7.000 Seitenwechsel, was in etwa 15 Tagen intensivem Lesen entspricht. Das eingesetzte Betriebssystem Windows CE 5.0 wirkt stabil und konnte in unserem Test die geforderten Aufgaben schnell und ohne Abstürze durchführen. Der Seitenwechsel geht bei den meisten Formaten recht zügig vonstatten, doch bei PDFs mit Bildern dauert es eine Weile, bis das Gerät die neue Position anzeigt. Auch die Formatierung mancher PDFs scheint fehlerhaft zu sein, so sind beispielsweise Ränder abgetrennt und man muss die PDF manuell an den Bildschirm anpassen. Der interne Speicher hat eine Größe von 512 MByte, im Lieferumfang enthalten ist zudem eine 4 GB SD-Karte, mit der das Gerät erweiterbar ist. Maximal kann das Gerät mit einer 32 GB SD(HC)-Karte erweitert werden. Alle gängigen Textformate werden unterstützt, unter anderem EPUB, PDF, TXT, HTXT, HTML oder Microsoft Word. Auch eine Bildanzeige bietet das Gerät; für die Formate JPEG, TIF, BMP, PNG und GIF. Weiterhin ist die Wiedergabe von Audio-Dateien im Format MP3, WAV oder WMA möglich, wobei der Ton über interne Lautsprecher oder den Audio-Ausgang ausgegeben wird.

Fazit
Durch die Touchfunktion des Geräts geht dem Display geringfügig Kontrast verloren, was man aber kaum merkt. Durch den großen Funktionsumfang, der hohen Akkulaufzeit und vor allem der intuitiven Bedienung durch den Stift konnte das Gerät bei uns einen guten Eindruck hinterlassen. Das Schreiben auf den Bildschirm geht mit dem Stift einwandfrei von der Hand und erlaubt es einem, viele Notizen während des Lesens zu machen und damit beispielsweise einfache Markierungen für Fehlerkorrekturen in einem Dokument vorzunehmen. Auch die Möglichkeit, dass man neben dem Lesen Musik über das Gerät hören kann oder Aufnahmen für Sprachnotizen machen kann, gefällt uns. Einzig vermisst wird eine WLAN-Funktion, die das Surfen im Internet oder den kabellosen Austausch von Dateien ermöglicht. Wer genau so ein Gerät sein Eigen nennen möchte, kann es im Online-Shop der Papyrus GmbH für etwa 240 Euro bestellen .

Über den Autor

Marco Schürmann

2 Kommentare

  1. Antworten

    Regina Peter

    9. März 2011

    Ich bin sehr zufrieden mit Hanvon 518.
    Aber mein Problem ist, der Stift ist kaputt - Plasteschaft oben an der Einhängevorrichtung gebrochen. Vielleicht kann
    mir jemand helfen - habe noch Garantie.
    Danke.

  2. Antworten

    Marco

    9. März 2011

    Hallo,
    Sie können entweder mit Ihrem Händler direkt Kontakt aufnehmen, oder sich Ersatz-Stifte für das Gerät kaufen, die jedoch mit 25 Euro recht teuer sind. Gefunden haben wir Ersatz-Stifte hier:
    http://www.vialeon.de/accessories/44-hanvon-wisereader-n518-stylus.html


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