Adobe setzt iPhone-Entwicklung fort

13. September 2010, 9:55 Uhr | Archiv

Überraschenderweise hat Apple vergangene Woche bekannt gegeben, dass man in Zukunft auch Apps erlauben wird, die über Entwickler-Tools von Drittanbietern erstellt wurden. Erlaubt ist jede Entwicklungsumgebung, solange die daraus resultierende App keinen Code nachlädt.

Weißes iPhone 4 (Quelle: engadget.com)

Mit diesem Schritt will man vor allem Spieleentwicklern entgegen kommen, die vom Computer portierte Grafik-Engines damit einfacher auf das iPad sowie das iPhone bringen können. Aber auch Adobe hat davon einen Vorteil. Mit der CS5 führte man einen App-Export in Flash ein. Dadurch ließen sich über Flash CS5 Apps für apple-Geräte schreiben. Doch nur kurz später verbot Apple die Nutzung von Dritt-Entwicklungsumgebungen.

Zusätzlich wurden auch die Regeln für mobile Werbung geändert – wodurch auch Googles Eintritt in den iPhone/iPad Werbemarkt möglich sein dürfte. Apple hat weiterhin seine App-Regeln veröffentlicht. Damit dürften Entwickler schnell erkennen, worauf sie in ihren Apps besser verzichten sollten, wenn sie ihre App definitiv im App-Store sehen wollen.

Die Änderungen kamen vermutlich weil Apple unter Beobachtung der Justiz steht – gesprochen wird unter anderem von Wettbewerbsverzerrung (weil man Konkurrenten verbiete, für das iPhone/iPad zu entwickeln). Auch hat man wohl was die mobile Werbung angeht, sein Monopol nutzen wollen und Googles Werbenetz AdMob aussperren wollen. Google selber begrüßt den Schritt von Apple, sich mehr zu öffnen.

Adobe hingegen gab sehr schnell nach Bekanntwerden der Änderungen bekannt, dass man die Entwicklung an seinen iPhone Entwicklungstools für Flash CS5 mit sofortiger Wirkung wieder aufnehmen wird. „Entwickler haben endlich die Freiheit, die sie benötigen“, so Adobe. Flash zum Abspielen von Videos oder Spielen wird es dennoch sehr wahrscheinlich nie auf legalem Wege auf das iPhone bzw. das iPad schaffen – aber es gibt zum Glück Umwege.

Eine Auflistung aller wichtigen Änderungen und Richtlinien haben die Kollegen von engadget veröffentlicht. (Daniel Schürmann | Quelle: engadget.com, gizmodo.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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