New York Times ohne Print-Zeitung?

13. September 2010, 7:59 Uhr | Archiv

Arthur Sulzberger Jr., Verleger der New York Times, hat im Rahmen der WAN-IFRA angekündigt, dass die Printausgabe seiner Zeitung in der Zukunft eingestellt wird. Zum genauen Zeitpunkt äußerte er sich nicht. Nach aktuellen Gerüchten ist aber von 2015 die Rede. Kurz nach ersten Medienberichten stellte man klar, dass es nicht allzu ernst gemeint war.

(Quelle: Pixelio // Fotograf: Rainer Sturm)

Solzenberger sagte konkret: „Irgendwann in der Zukunft werden wir aufhören, die ‚New York Times‘ zu drucken. Das Datum steht aber noch nicht fest.“ Natürlich hatte diese Ankündigung in Verbindung mit Gerüchten, dass schon 2015 die NYT nicht mehr gedruckt wird, für Wirbel in der Medienwelt gesorgt. Daraufhin erklärte die NYT, dass es keine konkreten Pläne gebe, die Druckausgabe einzustellen. Sulzbergers Aussage solle vielmehr als Hinweis verstanden werden, dass es „unmöglich und brotlos“ sei, vorherzusagen, wann gedruckte Zeitungen vom Markt verschwinden würden.

In Europa wurde die Ankündigung mit den Worten kommentiert, dass man den amerikanischen Zeitungsmarkt nicht mit dem europäischen vergleichen könne (Hannes Schopf, Pressesprecher des Verbandes Österreichischer Zeitungsverleger). Die Ankündigung eines Stopps der Printausgabe der „New York Times“ lässt sich laut Schopf wohl damit erklären, dass amerikanische Zeitungen es verabsäumt haben, sich der Zeit anzupassen – inhaltlich und optisch.

Nicht nur der Druckstopp war Thema des Kongresses. Es ging auch um das neue Bezahlmodell des Traditionsblattes. Ab 2011 können Leser kostenlos auf eine bestimmte Anzahl von Artikel pro Monat zugreifen, dann werden sie zur Kasse gebeten. Das Konzept dazu nennt sich „First Click Free“ und kommt von Google.. Wie viele Artikel pro Monat gratis sein werden und wie hoch die anschließende Gebühr sein wird, steht noch nicht fest. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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