In Zukunft: E-Paper günstiger als Druck

17. September 2010, 8:04 Uhr | Archiv

Auf der Marketing-Messe dmexco äußerte sich Mathias Döpfner, Chef der Axel Springer AG über Möglichkeiten von digitalen Zeitungen, sogenannte E-Paper. Demnach könnte schon in fünf Jahren ein E-Paper günstiger sein als der Druck einer einzigen Zeitungsausgabe.

Eine elektronische Zeitung von LG (Quelle: LG Display)

Schon zum Start des iPad von Apple zeigte sich Döpfner sehr begeistert von dem Tablet-Gerät und seinen Möglichkeiten für die Verlagsbranche. Er zog auf der dmexco eine positive Bilanz der Apps, die sein Verlagshaus für iPhone und iPad anbiete. Demnach sei die Welt-App wohl auf jedem zweiten deutschen iPad installiert. Zudem sei die Zahl der Bezahl-Abonnements über den eigenen Erwartungen. Konkrete Zahlen jedoch blieb Döpfner schuldig.

Konkret wurde Döpfner dann bei seiner Zukunftsvorstellung. So sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Verlage den Druck ihrer Produkte einstellen würden. In fünf Jahren könnten, so die Meinung des Springer Verlagschef, E-Paper billiger sein als der Druck einer einzigen Zeitungsausgabe. Bereits heute koste der Chip zur Ansteuerung der E-Paper-Displays nur zwei Cent pro Stück. Sollten in Zukunft die Kosten weiter gesenkt werden können, bestünde sogar ein Markt für E-Paper als Wegwerfartikel.

Über die Frage des elektronischen Sondermülls muss sich Döpfner wohl aber noch Gedanken machen. Dennoch sind laut ihm digitale Angebote die Zukunft, schon alleine weil die Reichweite der Printprodukte stabil sei, während digitale Angebote stark wachsen. Und durch höhere Reichweiten könne man das Werbegeschäft gut ausbauen. (Daniel Schürmann | Quelle: heise.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv