E-Books ersetzen gedruckte Bücher?

5. Oktober 2010, 7:58 Uhr | Archiv

In spätestens zwanzig Jahren gibt es nur noch elektronische Bücher zu kaufen, keine gedruckten mehr. Das denkt immerhin jeder fünfte Deutsche, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Von den unter 30-Jährigen ist sogar jeder Dritte der Überzeugung, dass Bücher in Papierform langfristig verschwinden werden.

Nook E-Reader von Barnes & Noble (B&N) (Quelle: hothardware.com)

Für den aktuellen BITKOM-Webmonitor hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa mehr als tausend Deutsche repräsentativ befragt. Mehr als die Hälfte der Deutschen zieht demnach aktuell in Erwägung, sich ein E-Book zu kaufen (54 Prozent). Am größten ist das Interesse bei Schülern und Studenten mit 86 Prozent. Unter den Berufsgruppen liegen Beamte mit 70 Prozent ebenfalls weit über Schnitt. Einen noch deutlicheren Unterschied gibt es zwischen einzelnen Altersgruppen. Während von den jungen Erwachsenen unter 30 Jahren 81 Prozent E-Books kaufen wollen, ist es bei den über 60-Jährigen nicht einmal jeder Dritte.

Ziel ist es daher, die Hemmschwellen älterer Menschen gegenüber neuen Technologien abzubauen, so der Bitkom. Denn: Gerade für Ältere seien E-Books gut geeignet. Sie seien handlich, leicht und erlauben unterschiedliche Schriftgrößen und Kontraste.

Im Mittelpunkt des elektronischen Publizierens stehen akademische Literatur und Reisebücher. Jeweils 28 Prozent aller Befragten ziehen in Betracht, ein wissenschaftliches Fachbuch oder einen Reiseführer in elektronischer Form zu erwerben. Dicht dahinter folgen Ratgeber (27 Prozent) und Sachbücher (26 Prozent). Romane und Erzählungen sowie Kinder- und Jugendbücher erhalten mit 14 und 13 Prozent bereits von jedem Siebten Zuspruch. (Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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