Beziehung: Smartphones und Zeitungen

8. Oktober 2010, 8:17 Uhr | Archiv

Die wachsende Beliebtheit internetfähiger Smartphones ist zugleich Fluch und Segen für die Zeitungsindustrie. Während diese Entwicklung zwar einerseits dazu geführt hat, dass die Besucherzahlen auf den Webseiten der Zeitungshäuser um 13 Prozent nach oben geklettert sind, hat dies andererseits zugleich zu einem Rückgang von 14 Prozent beim Verkauf von Printprodukten geführt.

(Quelle: Pixelio // Fotograf: Rainer Sturm)

Insgesamt betrachtet ergibt sich für die Zeitungsbranche somit ein sehr neutraler Ausblick, stellt ein aktueller Bericht des Telekomriesen Orange UK fest. Wichtig scheint es vor allem zu sein, Smartphones und gedruckte Zeitungen nicht gegeneinander auszuspielen. Beide bedienen sehr unterschiedliche Konsumentengruppen: Während erstere vor allem für die schnelle Information unterwegs eingesetzt werden, ist die Print-Zeitung immer noch die erste Wahl bei besonders nachrichtenorientierten Menschen.

Wenn es um die Gewichtung der Auswirkungen des Smartphone-Trends auf die in den letzten Jahren zunehmend unter Druck geratene Zeitungsindustrie geht, steht natürlich auch die Frage nach den jeweiligen Umsätzen im Zentrum. In diesem Zusammenhang haben Zeitungsverlage laut dem Bericht noch große Probleme, die Verluste aus dem rückläufigen Print-Geschäft mit den User-Zuwächsen bei den Online-Angeboten zu kompensieren.

Die größten Gewinner des anhaltenden Smartphone-Booms innerhalb der Medienwirtschaft sieht der Orange-Bericht wenig überraschend in den TV-Sendern: Rund 14 Prozent der Verbraucher geben an, durch das Betrachten von Videoinhalten auf mobilen Endgeräten mehr Zeit vor dem Fernsehgerät zu verbringen. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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