Graphen-Computer vor allem sparsam

19. Oktober 2010, 10:40 Uhr | Archiv

Ein Forschungsteam von der Universität California entwickelt neue Computer-Chips auf Basis von Graphen, wobei die Informationen über die Spins von Elektronen dargestellt werden.

Quelle: web.pacific.edu

Bei dieser Methode wird ein Wabengitter von Kohlenstoff-Atomen zweidimensional angeordnet. In dem Gitter werden mittels des Verfahrens „Tunneling Spin Injection“ Elektronen mit der Spin-Richtung Up oder Down eingeführt und fixiert, sodass sie die Information 1 oder 0 repräsentieren – die beiden einzigen Zustände im dualen Zahlensystem.

Laut den Forschern soll ein Speicherchip, der nach diesem Prinzip gefertigt wurde, eine unbegrenzte Datenmenge speichern können. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführung soll die Energiesparsamkeit werden. Im Betrieb soll Energie nur dann benötigt werden, wenn eine Informationszelle umgeschrieben werden soll. Das bedeutet, dass der Stromverbrauch drastisch reduziert wird, wenn keine Rechenaufgaben ausgeführt werden müssen und ermöglicht zugleich, dass der Computer auch ohne konstante Energieversorgung einsatzbereit bleiben kann. Wird der Rechner wieder gebraucht, muss nur eine Stromversorgung angeschlossen werden und dann kann man dort weiterarbeiten wo man zuvor aufgehört hat. So scheinen die Graphen-Rechner eine Lösung für das bekannte Problem des hohen Energieverbrauchs bei langen Stand-By-Zeiten zu sein.

Das neue System liefert eine weitere Möglichkeit: Das Forschungsteam hat ein zusätzliches Konzept, das die neue Technologie beinhaltet. Sie wollen ein System entwickeln, das auf dem Kohlenstoffgitter basiert und in sich Prozessor, Arbeits- und Festplattenspeicher kombiniert. Das All-In-One-System soll Vorteil liefern, denn durch das Wegfallen des Bussystems werden sich die Prozesse beschleunigen.

Denken Sie, dass diese Technologie sich in den täglichen Gebrauch einsetzen könnte? Sagen Sie uns Ihre Meinung. (Milena Stoimenova | Quelle: winfuture.de)

Über den Autor

Marco Schürmann

2 Kommentare

  1. Antworten

    Der wahrscheinlich erste Kunde

    9. März 2011

    Bis das für den normalen Haushalt mit PC's funktioniert kann ich noch Kinder bekommen ... aber die Vorstellung alleine ist beeindruckend, ^^ !

  2. Antworten

    Sebbl

    19. Oktober 2010

    meine güte....
    das ist sowas von genial^^
    ich kanns kaum abwarten, bis das auf den markt kommt :P


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv