Mozilla: Offener Web-App Store

22. Oktober 2010, 8:07 Uhr | Archiv

Die Mozilla Labs haben kürzlich eine Vorschau auf die Zukunft der Web-Anwendungen veröffentlicht. Zur Vorstellung der Open Web Apps zählen unter anderem der Prototyp eines Web App Stores samt Bezahloptionen. Im Gegensatz zu Googles Chrome Web Store demonstriert Mozilla dabei auch, dass ein derartiges App-Angebot browserübergreifend funktioniert.

Experten sind sich sicher, dass in Zukunft Anwendungen vermehrt im Browser laufen – in einem Jahrzehnt könnte es sein, dass der Browser gänzlich als Basis für Anwendungen ausreicht. Aus diesem Grund arbeitet Google auch an Chrome OS, ein Betriebssystem bei dem der Browser im Mittelpunkt steht und nicht viel mehr bietet. Mozilla gewährt schon heute einen konzeptionellen Blick in eine eben solche Zukunft. Man hat den Prototypen eines Systems für offene Web Apps geschaffen: In HTML, CSS und JavaScript entwickelte Apps funktionieren sowohl auf Computern als auch Handys, erklärt Mozilla. Eine Authentifizierung über OpenID wird unterstützt.

Ein solches Login ist beispielsweise für Bezahl-Apps unverzichtbar. Dabei betont Mozilla, dass in der Praxis sicher eine stärkere Authentifizierung als mittels einer beispielsweise von Google oder Yahoo bereitgestellten OpenID nötig wäre. Der App-Store-Prototyp zeigt aber deutlich, wie User Web Apps kaufen, in einem Dashboard im Browser installieren und auch nutzen können. Zudem haben die Mozilla Labs Beispiele für App-Directories und selbstpublizierte Apps umgesetzt.

Der Mozilla-Prototyp zeigt das Browser-übergreifende Potenzial moderner Web Apps. Mozilla zufolge funktionieren die Demos überhaupt in allen modernen Browsern, darunter Firefox Mobile, Chrome 6, Safari 5, WebKit Mobile und auch den in Sachen HTML5 an sich etwas hinterherhinkenden Internet Explorer 8. Für Entwickler bieten die Mozilla Labs zudem den Quellcode der Demo sowie eine technische Dokumentation des Konzepts. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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