Street View: 244.000 Widersprüche

22. Oktober 2010, 13:43 Uhr | Archiv

Vor genau einer Woche ist die Widerspruchsfrist für Googles Street View abgelaufen. Nun nannte der deutsche Sitz des Suchmaschinenunternehmens erstmals die Zahlen der eingegangenen Anträge.

Foto von: Lars VanDe Goor Photography @rt

Nach den veröffentlichten Zahlen sind bis zur Widerspruchsfrist 244.00 Anträge eingegangen, in denen man die Aufnahmen seines Privateigentums untersagen konnte.

Für 20 Städte soll noch in diesem Jahr in Deutschland die Straßenansicht online geschaltet werden. Davon sind 15 Millionen Einwohner betroffen, was 8,5 Millionen Haushalten entspricht. Google-Pressesprecher Kay Oberbeck gab an, dass weniger als 3 Prozent der Haushalte eine Unkenntlichmachung ihrer Gebäudefassade beantragt haben.

Man sei bei Google froh darüber, dass die Anträge verhältnismäßig eher wenig zahlreich gestellt wurden. Datenschutzbeauftragter von Google, Per Meyerdierks hat keine Erklärung dafür, warum sich der Widerstand gegen Street View so stark vergrößert hat: „Es mag mit der historischen Vergangenheit und dem Erleben zweier totalitärer Systeme zusammenhängen“, sagte er gegenüber der ‚Welt‘.

Ob durch die Medien stark beeinflusst oder Unkenntnis über das Internet und die dadurch entstehende Angst über die Folgen könnten Gründe für diese doch recht große Widerstandsbewegung sein.

Die eingereichten Anträge werden derzeit bei der deutschen Niederlassung von Google von Hand bearbeitet, damit keine Fehler gemacht werden. Dann irgendwann im Laufe des Jahres soll der neue Street View Dienst auch in den 20 deutschen Städten an den Start gehen. (Marco Schürmann | Quelle: winfuture.de)

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Marco Schürmann

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