New York: USB-Sticks in Wänden

8. November 2010, 8:22 Uhr | Archiv

Aram Bartholl aus Bremen sorgt derzeit in New York für einige Schlagzeilen. Seine Idee ist simple und grandios zugleich. An einigen Stellen der Stadt versenkte er USB-Sticks in Wänden, Treppen und Gebäuden. Nur ein kleines Stück guckt jeweils heraus, sodass man seinen PC an den Stick andocken kann. Sein „Dead Drops“ genanntes Projekt soll zum anonymen Datenaustausch dienen.

Ein Dead Drop USB-Datenaustausch-Punkt in einer New Yorker Wand

Wikipedia beschreibt „Dead Drops“ mit geheimen Austauschpunkten für Nachrichten oder Gegenständen. Das neue Dead Drops Projekt von Aram Bartholl soll als eine Art offline-File-Sharing-Network dienen. Jeder kann sich an die öffentlich zugänglichen USB-Sticks anschließen, Daten hoch oder runterladen und so Daten ohne zurückverfolgt zu werden, mit anderen austauschen.

Natürlich sollte man immer vorsichtig sein – auch Kriminelle können die USB-Sticks nutzen und Schadsoftware daraufladen. Aber ein aktueller Virenscanner und ein deaktivierter Autostart sollten dabei helfen, sich keine Schädlinge einzufangen. Allerdings sollte man das Projekt nicht aufgrund der möglichen Missbräuche im Vorfeld kritisieren oder gar von der Nutzung abraten. Denn wer meint, eine gut gemeinte kreative Idee sei schlecht nur weil sie für etwas negatives benutzt werden könnte, müsste auch alle Messer aus seiner Küche entfernen. Denn mit Messern lassen sich Menschen verletzen, auch wenn sie dazu gar nicht gedacht sind.

Mehr über das Projekt des Bremers gibt es entweder auf seiner privaten Homepage oder der speziell für die Dead Drops eingerichteten Webseite. Dort findet man auch alle Datenaustauschpunkte, die Bartholl in New York offiziell zur Verfügung stellt. Nachmacher sind übrigens willkommen und Bartholls Webseite darf sicher auch als Austauschbasis für die Ortungsdaten genutzt werden. (Daniel Schürmann | Quelle: gizmodo.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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