Unternehmen googlen Bewerber

10. November 2010, 9:33 Uhr | Archiv

Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern informiert sich knapp die Hälfte aller Unternehmen im Internet über seine Bewerber. Das hat eine repräsentative Umfrage des Verbands Bitkom unter über 1500 Geschäftsführern und Personalchefs ergeben. Tipps für Bewerber gibt es ebenfalls.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Das Internet wird heute nicht nur privat genutzt sondern schon lange auch von Unternehmen. Es dient als wichtige zusätzliche Informationsquelle, um sich unter anderem auch ein Bild über einen potenziellen Mitarbeiter zu machen. Wichtig ist es aus diesem Grund, dass Bewerber dafür Sorge tragen, dass im Internet vorteilhafte Angaben, Äußerungen oder Fotos über sie zu finden sind. Nach der Bitkom-Umfrage nutzen Firmen vor allem Suchmaschinen, um zusätzliche Informationen über Bewerber zu gewinnen: 45 Prozent aller Unternehmen verwenden dazu Google, Bing oder speziellen Personensuchmaschinen. Ein Fünftel (21 Prozent) recherchiert in sozialen Online-Netzwerken, die einen beruflichen Schwerpunkt haben, zum Beispiel Xing oder LinkedIn. 17 Prozent aller Unternehmen suchen auch in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ, die eher einen privaten Charakter haben.

Rechtlich gibt es bislang keine Einschränkungen für Internet-Recherchen über Bewerber. Das soll sich in Kürze ändern: Die Bundesregierung hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das den Datenschutz von Beschäftigten und Jobsuchenden detailliert regelt. Künftig soll die Recherche über Bewerber nur noch mit Suchmaschinen sowie in sozialen Online-Netzwerken mit eindeutig beruflichem Charakter erlaubt sein. Private Netzwerke sollen außen vor bleiben. Das neue Datenschutzgesetz für Beschäftigte muss noch den Bundestag passieren und soll im kommenden Jahr in Kraft treten.

Bei Internet-Recherchen besteht für die Bewerber immer die Gefahr, dass die Personaler Widersprüche im Lebenslauf, unvorteilhafte Fotos oder schädliche Äußerungen finden. Wichtig ist es daher, dass Bewerber wissen, was über sie im Internet steht und man sollte dieses Bild bei Bedarf aktiv selbst gestalten.

Eine Auswahl an Tipps gibt der Bitkom auf seiner eigenen Webseite. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren. (Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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