Amazon will mehr Verlage anziehen

11. November 2010, 8:38 Uhr | Archiv

Nachdem Amazon kürzlich angekündigt hat, seine Magazine und Zeitungen auch über die Kindle-Apps zu vertreiben und nicht nur über seinen Kindle E-Reader, will man nun den entsprechenden Verlagen einen Schritt in den Kindle Store schmackhaft machen. Statt wie bisher 30 Prozent bekommen sie in Zukunft 70 Prozent des Umsatzes gutgeschrieben.

Der neue Kindle von Amazon (Quelle: Amazon)

Derzeit verkauft Amazon rund 130 Zeitungen und 40 Magazine, die meisten davon in englischer Sprache. Neben einem Einzelbezug sind auch Abos möglich, meist auch mit 14-tägigen kostenlosen Probeabos. Gerade auf dem internationalen Markt, wie zum Beispiel Deutschland gibt es keine wirkliche Auswahl an Literatur in der Landessprache. Apple kann über seinen iBook bzw. App Store viel mehr Inhalte in deutscher Sprache anbieten, vor allem da Magazine und Zeitungen auf dem Tablet besser zu lesen sind, als auf einem E-Reader und zudem Farbdarstellung und multimediale Inhalte ermöglichen.

Da Amazon neben seinem Kindle E-Reader auch Apps für den PC, Mac, iPad, iPhone, Android, Windows Phone und BlackBerry anbietet, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Plattformen in den Genuss der Kindle Zeitungen und Magazine werden. Bis jetzt sind die Inhalte nur auf dem E-Reader von Amazon lesbar gewesen, doch bis zum Jahresende will Amazon seine Apps entsprechend anpassen. Um mehr Zeitungs- und Magazinverlage in den Kindle Store zu bekommen, will man nun zum 1. Dezember sein Geschäftsmodell anpassen: Statt 30 Prozent werden Verlage in Zukunft 70 Prozent des Umsatzes mit ihren Inhalten gutgeschrieben bekommen. Die Bedingungen lauten, dass Verlage ihre Titel für alle Geräte und Apps anbieten und die Kindle-Ausgabe auch mindestens 95 Prozent der gedruckten Version umfassen müssen. Des Weiteren müssen Verlage die digitale Version mindestens drei Stunden vor Verkaufsstart der Druckversion bei Amazon einsenden. Zudem werden die Verlage die Übertragungskosten auf die Kindle-E-Reader in Rechnung gestellt bekommen (99 US-Cent pro MB außerhalb, 15 US-Cent innerhalb der USA).

Wie heise.de weiter berichtet, plant Amazon Gerüchten zu folge wohl einen deutschen Kindle Store für das kommende Jahr. Wir werden natürlich für Sie am Thema bleiben. Weitere Informationen finden Sie direkt auf der Digital Text Platform von Amazon. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren. (Daniel Schürmann | Quelle: heise.de, engadget.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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