Neuer digitaler Magazin-Kiosk kommt

16. November 2010, 8:33 Uhr | Archiv

Neben Amazon und Barnes & Noble arbeiten in den USA die größten Verlage seit 2009 als Zusammenschluss mit dem Namen „Next Issue Media“ daran, einen geräteunabhängigen sowie offenen digitalen Kiosk für E-Books, E-Magazine und E-Zeitungen zu entwickeln. Nun wurde bekannt, dass der digitale Kiosk 2011 für Android-Geräte als erstes erscheinen wird.

Sports Illustrated agazin als E-M(Quelle: Time Inc. Video)

Wie Gizmodo berichtet, soll das als „Hulu für Magazine“ bekannte Projekt noch im Frühjahr 2011 starten – vorerst wohl nur für Android-Geräte. Next Issue Media ist ein Stzart-Up welches von den oben genannten großen US-Verlagen gegründet wurde, um einen digitalen Kiosk für ihre Publikationen zu entwickeln. CEO Morgan Guenther erklärte kürzlich, dass man schon in wenigen Monaten starten wolle. Vorerst soll der Next Issue Media Store nur für Android-Geräte zur Verfügung stehen. Wahrscheinlich will man vor allem die kommenden und bereits zur Verfügung stehenden Tablets auf Android-Basis unterstützen. Wie Morgan Guenther weiter erklärte, steht man auch mit Apple in Verbindung, um die Inhalte auf das iPad und iPhone zu bringen, aber Apple sei in den Verhandlungen nicht so flexibel wie Google gewesen.

Mit Next Issue Media wollen die US-Verlage Condé Nast, Hearst, Meredith, News Corporation und Time Inc. einen digitalen Kiosk aufbauen, über den sie digitale Ausgaben ihrer Magazine, aber auch E-Books und Zeitungen sowie andere digitale Inhalte vertreiben können. Ziel ist ein Angebot, über das die Verlage ihre Magazine und Publikationen den Kunden anbieten können. Zu diesem Zweck will man ein einheitliches Format entwickeln, das alle mobile Geräte wie iPhone, E-Reader und Tablets unterstützen und plattformübergreifend die Inhalte darstellen. Dahinter steckt eine Veröffentlichungsplattform, die die Inhalte für die verschiedenen Plattformen und Geräte (je nach Displaygröße) aufbereitet. Für Verlage und Werbetreibende soll die neue Plattform Vorteile bringen: Von überall aus können Nutzer auf die Inhalte zugreifen (und diese bezahlen), Anzeigen können personalisiert für jeden Nutzer entsprechend der eigenen Vorlieben in die Inhalte eingebunden werden. In dem Shop sollen immer neue Ausgaben der Magazine digital zur Verfügung stehen, zugleich sollen sich aber auch Print-Ausgaben bestellen lassen. Zu den Magazinen der Verlage gehören bspw. The New Yorker, Vanity Fair, Vogue, Time, People, Sports Illustrated und Esquire.

Derzeit laufen die Arbeiten an diesem neuen offenen digitalen Kiosk, der vom Unternehmen „Next Issue Media“ vorangetrieben wird. Ein Auszug von der Webseite:

„Next Issue Media ist ein unabhängiges Medienkonsortium, welches entstanden ist, um grenzenlose Möglichkeiten für Verlage, Werbetreibende und Konsumenten im aufstrebenden und spannenden Markt des digitalen Publishing und E-Reader-Geräten zu entwickeln.

Next Issue Media ist ein Unternehmen, welches von fünf Verlagen gegründet wurde und alle Verlage ansprechen soll. Unsere Mission ist es nicht nur Verlage, sondern auch Werber, Kunden und technische Partner gleichzeitig anzusprechen und einen einfachen und ökonomischen Eintritt in den E-Reader-Markt zu ermöglichen.

Das Unternehmen plant, offene Standards für einen digitalen Kiosk und zugehörige Technologien zu entwickeln, die es Kunden erlauben, ihre Lieblingspublikationen schnell herunter zu laden und ansehen zu können und das auf einer Vielzahl von digitalen Lesegeräten wie Smartphones, E-Reader, Tablets, Netbooks, Laptops und Desktop-PCs.

Eine große Anzahl an Magazinen, Zeitungen, Büchern und Blog-Inhalten werden dem Kunden zur Verfügung stehen. Zudem wird das Unternehmen eine robuste Basis an Werbemöglichkeiten durch ansprechende, neue digitale Magazin- und Zeitungsvorlagen bieten.“

Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren. (Daniel Schürmann | Quelle: mediamemo.allthingsd.com, gizmodo.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv