Datenschutz: Angst bremst Social Media

19. November 2010, 9:11 Uhr | Archiv

Die Datenschutz-Skandale bei sozialen Netzwerken und anhaltende Warnungen von Experten vor bestehenden Lücken zeigen Wirkung bei den Usern: Ihr Wunsch nach einem besseren Schutz der Privatsphäre nimmt zu. Die stärkeren Bedenken potenzieller Mitglieder stellt die Portale – allen voran Facebook – jedoch vor Grenzen, wie die Marktforscher von Forrester Research aufzeigen.

Bildquelle: Pixelio // Fotograf: Rainer Sturm

Ihr Wachstum wird mittlerweile von einer Sättigung gebremst. Insbesondere die vergleichsweise unerschlossene Gruppe älterer Web-Nutzer zeigt sich zunehmend skeptisch. Erst vor wenigen Wochen hatte Facebook zu wiederholtem Male mit einem Datenschutz-Skandal auf sich aufmerksam gemacht. Den Anbietern von Apps – auf der Plattform von Millionen Usern verwendete Programme – war es möglich, relevante Nutzerdaten an Werbeunternehmen zu versenden. Laut Forrester führen die wachsenden Bedenken bei den Nutzern nunmehr zu Verhaltensänderungen im Web. Sie achten stärker auf Risiken und bleiben den Netzwerken vermehrt fern.

Die Datenschutz-Ängste nehmen über alle Altersgruppen hinweg zu. Jüngere User gehen online im Vergleich aber noch sorgloser mit ihrer Privatsphäre um. Bei Nutzern zwischen 18 und 29 Jahren stiegen die Benken im Vergleich zum Vorjahr nur marginal von 29 auf 30 Prozent. 30 bis 43-Jährige zeigten mit einem Anstieg von 30 auf 33 Prozent ebenso eine eher verhaltene Zunahme. Im Alter von 54 bis 64 Jahren verzeichnete Forrester jedoch die stärkste Steigerung von 32 auf 50 Prozent. Ebenso kletterten die Werte in den Altersgruppen darunter und darüber deutlich.

Junge User sind in sozialen Netzwerken stärker aktiv als ältere. Angesichts der zunehmenden Sorgen von Personen höheren Alters stehen die Portale zwar womöglich vor einem Wachstums- und Sättigungsproblem. Damit bleibt allerdings gleichzeitig die Frage, ob jüngere Social-Networker trotz oder gerade wegen ihres starken Engagements in den Communitys im Vergleich weniger besorgt über die Datenschutz-Problematik sind.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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