E-Books zu Weihnachten verschenken

24. November 2010, 8:32 Uhr | Archiv

Nachdem Amazon kürzlich erst eine neue Verleih-Funktion für seine Kindle E-Reader und Apps angekündigt hat, geht man nun einen weiteren Schritt um sich von der E-Book-Konkurrenz abzusetzen. Über Amazon.com kann man nun passend zum Weihnachtsgeschäft E-Books als Geschenk für jemand anderen kaufen.

Der neue Kindle von Amazon (Quelle: Amazon)

Die Funktion ist über den „Give as a Gift“-Button zugänglich. Alle E-Books von Amazon können auf diesem Wege an eine andere Person mit einer E-Mail-Adresse gesendet werden. Diese kann das elektronische Buch anschließend auf seinem Kindle E-Reader öffnen oder über eine der zahlreichen Anwendungen die unter anderem für den Desktop, Mac, iPhone, iPad aber auch Android und bald Windows Phone 7 Geräte zur Verfügung stehen wird. Wie Amazon selbst erklärte, ist man mit dieser Funktion der erste Anbieter, der das Verschenken von E-Books ermöglicht. Passend natürlich zum kommenden Weihnachtsgeschäft. Was nun allerdings noch fehlt ist eine Art Tauschbörse für „gebrauchte“ E-Books, um sie an Dritte verkaufen zu können.

In einer Ankündigung im offiziellen Kindle Forum erklärte Amazon Ende vor einigen Wochen zudem, dass man bis zum Jahresende eine Verleihfunktion in seine Kindle E-Reader sowie Apps einbauen wird. Dadurch will man Druck auf Barnes & Noble ausüben, die diese Funktion für ihren E-Reader Nook schon seit Monaten anbieten. Über die Verleih-Funktion können Kindle Books an andere Kindle Geräte oder Apps ausgeliehen werden bzw an dessen Besitzer. Dabei kann jedes Buch höchstens ein Mal verliehen werden und das auch nur für die Dauer von zwei Wochen. Der Verleiher kann das Buch in diesem Zeitraum nicht lesen und nach den zwei Wochen kann der Leihende das Buch nicht wieder öffnen. Verlage können diese Option für ihre Bücher auf Wunsch aktivieren – nur dann ist ein Verleih möglich.

Neben diese Ankündigung erklärte Amazon, dass man in den kommenden Wochen die Kindle Apps (iPhone, iPad, iPod Touch, Android, BlackBerry, Mac und PC) aktualisieren wird. Dadurch soll es den Apps ermöglicht werden, neben Büchern auch digitale Zeitungen und Magazine anzuzeigen. Der Kauf und die Betrachtung dieser Periodicals war bisher nur über die Kindle-E-Reader von Amazon möglich. Die Strategie die Amazon damit betreibt ist eindeutig: Mehr Inhalte für die Apps. So will man seine Marktposition deutlich ausbauen.

Einen genauen Zeitpunkt nannte Amazon für keines der beiden Features. In naher Zukunft werden allerdings die Apps für Apple-Produkte aktualisiert, anschließend die Anwendungen für andere Plattformen. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren. (Daniel Schürmann | Quelle: engadget.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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