WP7 gehackt – Microsoft reagiert

29. November 2010, 8:33 Uhr | Archiv

Erst vor wenigen Wochen erschienen erste Smartphones mit Microsofts neuem Betriebssystem Windows Phone 7. Kurze Zeit später konnte man die Geräte dank eines Hacks auch als Massenspeicher nutzen und nun gibt es ein erstes „Jailbreak“-ähnliches Tool. Das soll vor allem dabei helfen, Anwendungen zu installieren, die es nicht in den offiziellen Marketplace von Microsoft geschafft haben.

(Quelle: media.paperblog.fr)

Die Entwickler sprechen des Tools „ChevronWP7“ sprechen sich deutlich davon frei, mit ihrem Tool ein Tor für „Raubkopierer“ geöffnet zu haben. Sie haben nur die Möglichkeiten offengelegt, die Microsoft in Windows Phone 7 integriert, aber für normale Benutzer deaktiviert hat. Ihrer Meinung nach sind offizielle von Microsoft akzeptierte und mit entsprechendem Schutz versehene Anwendungen nicht in Gefahr von Raubkopierer, da der Kopierschutz nicht mit ChevronWP7 umgangen werden kann.

Der eigentliche Sinn des Tools zum „Freischalten“ ist, dass man auch Anwendungen installieren kann, die Microsoft nicht in seinen Marketplace gelassen hat. So können Entwickler ihre Anwendungen auf der eigenen Webseite zum Download anbieten und Anwender diese installieren, ohne über Microsofts digitales Ladengeschäft gehen zu müssen. Es handelt sich also nicht um einen richtigen „Jailbreak“ wie bei dem iPhone und iPad.

Die Nutzung von ChevronWP7 ist ganz einfach: Man lädt sich ChevronWP7 herunter, startet es auf Windows XP, Vista oder Windows 7 und drückt den Button „Unlock“ – fertig! Microsoft hat natürlich nicht lange mit einer Reaktion auf sich warten lassen. Das Unternehmen aus Redmond erklärte, man habe damit gerechnet, dass es Entwickler gibt, die die Möglichkeiten und Fähigkeiten von Windows Phone 7 den normalen Anwendern zur freien Verfügung stellen werden. Zudem warnt man davor, sein Gerät zu unlocken, da man die Garantie verlieren könnte oder das Smartphone beschädigen könnte.

Ob Microsoft in Zukunft Updates bringen wird, um solche Hacks zu unterbinden, wird sich zeigen müssen. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren. (Daniel Schürmann | Quelle: engadget.com, engadget.com #2)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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