Adobe stellt Projekt „Rome“ ein

1. Dezember 2010, 10:17 Uhr | Archiv

Vor knapp einem Monat hat Adobe das Projekt Rome vorgestellt. Mit der auf AIR integrierten Software war es möglich ähnlich wie in InDesign Printprodukte aber auch Webgrafiken und -animationen zu gestalten. Nun erklärte Adobe das Projekt für beendet. Gründe wurden bislang keine genannt.

Rome lief als Anwendung sowohl im Webbrowser dank der Adobe Integrated Runtime (AIR). Es gab aber auch eine Desktop-Anwendung die sich auf dem PC des Nutzers installiert (in Verbindung mit AIR) und dann auch ohne ständige Internetverbindung voll funktionsfähig war. Daher sollte bei Rome weniger von einer Software-as-a-Service-Lösung sondern entweder von einer Webanwendung oder Desktop-Anwendung gesprochen werden. Lediglich neue Templates wurden über eine Internetverbindung auf die Clientinstallation geladen, ansonsten waren auch ohne aktive Webanwendungen alle Rome-Funktionen zugänglich.

Rome selber war eine Art Design-Anwendung mit der neben Druckprodukten wie Flyer, Broschüren auch CD-Cover und vieles mehr gestaltet werden konnte. Dank Ebenen und Grafikbearbeitung sowie Flashgenerator waren aber auch Webgrafiken oder Animationen erstellbar.

Vor einigen Tagen kamen dann Gerüchte in der Branche auf, Adobe könnte Rome schon bald aus dem Beta-Stadium befreien und den Dienst kostenpflichtig anbieten. Daraus wird nun vorerst nichts, da Adobe in seinem Forum heute angekündigt hat, dass man Rome einstellen wird. Es sollen keine neuen Versionen zur Verfügung gestellt werden und die bisherige Version die unter labs.adobe.com noch zur Verfügung steht könnte bald entfernt werden. Für die Zukunft dürfte Rome allerdings schon wertvoll sein, da man nun wichtiges Feedback der Anwender erhalten habe, so Adobe. Dennoch wird das Projekt vorerst in kein neues Produkt einfließen.

Wer Rome noch testen will bevor es gänzlich von Adobe vom Netz genommen wird findet den Desktop-Installer unter labs.adobe.com.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

3 Kommentare

  1. Antworten

    D. Giannikopoulos

    2. Dezember 2010

    Da steckt doch was anderes dahinter!

    Die Gemeinde bleibt gespannt...

  2. Antworten

    U.Bense

    2. Dezember 2010

    Ja da sind wir mal gespannt welche Grundtechnologien und Tools für unsere Branche "übrig" bleiben. Ich glaube das sich die offenen Standard wie HTML5 durchsetzen werden.

  3. Antworten

    Dimitri

    2. Dezember 2010

    Durchsetzen MÜSSEN, sonst herrscht wieder Chaos und Anarchie...


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