Interaktives Online-Markting wirkt

1. Dezember 2010, 9:39 Uhr | Archiv

Das Leben im Netz ist nicht mehr nur eine Suche, wie es Google in einer großangelegten TV-Werbekampagne suggeriert. Es geht vielmehr um einen Effekt, der von Wissenschaftlern mit dem Zungenbrecher „Serendipität“ beschrieben wird.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Dies berichtet der Düsseldorfer Fachdienst Service Insiders. Unter Serendipität ist ein Vorgang zu verstehen, bei dem ein Nutzer eher zufällig eine Information entdeckt, ohne von deren Bestehen Kenntnis gehabt oder aktiv nach dieser gesucht zu haben. Diese Einschätzung vertreten auch Klaus Holthausen und Roy Uhlmann in einem Beitrag für das Buch „Webolution“. Der Erfolg von Social Networks wie Facebook oder Twitter ist demnach vorwiegend dem Mitmach- oder auch dem Mitteil-Effekt geschuldet. Man werde aktiv mit Informationen versorgt, ohne selbst eine Suchanfrage gestellt zu haben. „Die Relevanz der Informationen orientiert sich dabei an den ähnlichen oder gleichen Interessen des ‚Social Graph‘, der durch den Aufbau des eigenen Netzes offenkundig preisgegeben wird“, so die Autoren.

Das Modell der Suchmaschinen basiert laut Holthausen und Uhlmann auf einem bestehenden Interesse – frei nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, kann ich auch nicht suchen.“ Im Web 2.0 geht es um Aufmerksamkeit, um Empfehlungen, Interessen, Meinungen und Einfluss, sind die Experten überzeugt. Auch die Messung der Beziehungsqualität spielt eine wichtige Rolle. So beschäftigt sich die Marketingtheorie bereits seit dem Anfang der 90er Jahre mit den Erfolgsfaktoren von Kundenbeziehungen. Die Forschungen würden den Bezugsrahmen für einen neuen Social-Media-Index liefern, haben aber noch keine Theorie liefern können.

Erste Ansätze lassen sich an den neuen Kennzahlen für Facebook-Postings ablesen. Einige Fragen bei neuen Messinstrumenten bleiben aber noch offen. Die erste Frage setzt dort an, wo Menschen, die sich gerne über Marken und Dienstleistungen austauschen, Tipps und Empfehlungen aussprechen. Sie profitieren durch Anerkennung in Form einer wachsenden Fangemeinde. Wenn nun das Prinzip „Ruhm und Ehre“ durch das Prinzip „Share and Win“ ergänzt wird, dann bieten sich ähnliche Möglichkeiten wie im wahren Leben: Kunden erhalten für eine Weiterempfehlung Punkte, Sach-Prämien oder Geld-Leistungen.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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