Google startet bald E-Book-Verkauf

2. Dezember 2010, 7:59 Uhr | Archiv

Es ist gerade wenige Monate her: Anfang des Jahres verkündete Google, dass man den Verkauf von digitalen Büchern – auch E-Books genannt – noch in diesem Jahr starten werde. Nun erklärte eine Google Sprecherin, dass man noch vor Jahresende sein „Google Editions“ getauften Dienst starten werde.

Nook E-Reader von Barnes & Noble (B&N) (Quelle: hothardware.com)

Als Google seinen Dienst „Editions“ zuerst vorstellte, gingen viele von einem Start im Sommer aus – doch daraus wurde nichts wie die vergangenen Wochen zeigten. Stattdessen wird der E-Book-Verkaufsdienst von google noch Ende Dezember starten – vorerst wohl nur in den USA. Dies erklärte die Google-SprecherinJeannie Hornung gestern gegenüber CNET. Noch vor wenigen Monaten erklärte sie, dass man den Dienst starten werde, wenn er soweit sei – Ende 2010 scheint die Zeit eingetroffen zu sein.

Mit Editions will Google gegen Amazons Kindle und Apples iBook Store antreten. Es soll ein neuer digitaler Verkaufskanal für Verlage und Autoren werden, die einen Teil vom stark wachsenden digitalen Buchmarkt haben wollen. Allerdings verfolgt Google einen anderen Ansatz. Statt auf Anwendungen und bestimmte Geräte zu setzen, werden die digitalen Inhalte von überall aus zu kaufen und zu lesen seien. Das bedeutet, dass sich die Inhalte über den Browser auswählen und kaufen, aber auch lesen lassen. Das bedeutet, dass alle Geräte mit einem Webbrowser und Internetzugang für den mobilen oder stationären Lesegenuss ausreichen: Tablets wie das iPad, Smartphones aber auch E-Reader mit eingebautem Browser dürften ausreichen

Verkauft werden die E-Books allerdings nicht nur von Google selbst, sondern auch von anderen Händlern. Somit ist Google Editions mehr eine Plattform für Verlage, die man zusätzlich zum eigenen Vertriebsmodell nutzen kann. Zum Start plant Google laut dem Wall Street Journal hunderttausende Titel zum Verkauf anbieten zu können, mehrere Millionen sollen gratis zur Verfügung gestellt werden.

Bislang hat Google allerdings noch nicht bekannt gegeben, wieviele oder gar welche Partner man für seinen neuen Dienst gewinnen konnte – auch ist noch nicht bekannt, wieviel Prozent Verlage vin dem Verkaufspreis ihrer Publikationen behalten können. Wir werden natürlich für Sie am Ball bleiben und berichten, sobald es etwas neues gibt.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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