Behörden bleiben „Social Media“ fern

6. Dezember 2010, 8:04 Uhr | Archiv

Die Nutzung von Social-Media wie Facebook, Twitter, Xing oder Foren und Blogs ist in vielen deutschen Amtsstuben nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln. Wie eine Branchenerhebung der Beratungsgesellschaft Steria Mummert Consulting ergeben hat, ist 84 Prozent der Mitarbeiter der Nutzen solcher Online-Angebote noch immer unklar. Zu groß sind mangelnde Erfahrung und Ängste im Umgang mit Web 2.0.

Bildquelle: Pixelio // Fotograf: Sebastian Bernhard

Experten sind sich allerdings sicher, dass man mit direktem Kundenservice in Echtzeit über soziale Netzwerke durchaus punkten könnte und es in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Auch die Dienstleistungsqualität könnte sich steigern lassen. Dass in vielen öffentlichen Einrichtungen in puncto Social Media teils großer Nachholbedarf besteht, zeigt sich auch in der Selbstwahrnehmung der Einrichtungen. So halten bereits zwei Drittel der Häuser Fortbildungen für die betroffenen Mitarbeiter für sinnvoll.

Die Vorteile von effizienter Medienarbeit – und im Falle von Behörden Bürgerkommunikation – liegen auf der Hand: Verwaltungsarbeit kann transparenter werden und beugt unter gewissen Umständen sogar der Korruption vor. Denn diese verursacht einer Studie nach jährlich allein in Deutschland einen volkswirtschaftlichen Schaden von zwei Milliarden Euro. Betroffen ist fast jede zweite deutsche Behörde. Aber auch beim Tourismus könnte man punkten, da man mehr Menschen direkter ansprechen oder beraten kann – von überall aus. Auch Standardfragen lassen sich optimal an Social-Media-Kanäle auslagern, um nicht immer die gleichen Antworten geben zu müssen. Der Trend wird daher zunehmen: Die Vernetzung zwischen Web- und Social-Media-Angeboten.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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