E-Reader Durchbruch für 2013 erwartet

8. Dezember 2010, 9:07 Uhr | Archiv

Trotz Multifunktionsgeräten wie dem iPad haben E-Reader längst nicht ausgedient. Im Gegenteil, der echte globale Durchbruch steht für 2013 bevor, so eine aktuelle Prognose des Marktforschungsunternehmens ABI Research. Demnach werden dann 30 Mio. Geräte innerhalb eines Jahres ausgeliefert.

Der neue Kindle von Amazon (Quelle: Amazon)

Ein wichtiger Faktor ist in Zukunft wie heute schon leicht zugänglicher Content für die Kernzielgruppe, also zum Beispiel direkt über WLAN oder UMTS mit Zugriff auf digitale Kioske. Obwohl neue Display-Technologien sogar videofähige E-Reader in Aussicht stellen, wird sich die Geräteklasse nach Ansicht von ABI nicht mit Media-Tablets ins Gehege kommen. „Den Anforderungen des Marktes entsprechen unterschiedliche Produkte, nicht ein ‚One-Size-Fits-All‘-Zugang“, wurde erklärt. Das liegt auch daran, dass einfache E-Reader preislich zum Impulskauf-Produkt werden.

Technologien wie Qualcomms Miasol oder Electrowetting stellen zwar videofähige Farb-E-Reader in Aussicht. Dennoch ist die Ära des einfachen Schwaz-Weiß-Geräts nicht unbedingt zu Ende, da diese einfach billiger ausfallen. Denn unterhalb einer Schwelle von 200 Dollar sind Kunden bereit, ein Gerät einfach auszuprobieren. In Westeuropa, Japan oder Südkorea ist die Situation ähnlich, so ein Analyst. Im Wachstumsmarkt China liegt die Schwelle bei etwa 110 Euro. Richtig erfolgreich werden E-Reader nach ABI-Prognose überhaupt erst, wenn die Geräte einen Preis von unter 100 Dollar erreichen.

Der Grund, warum der echte Durchbruch von E-Readern erst bevor steht, ist einfach: wichtig ist die Menge des verfügbaren digitalen Content. Bislang wurden Inhalte vor allem in den USA – beispielsweise für Amazons Kindle – E-Reader-tauglich aufbereitet. Zudem mangelt es vielerorts an einfachen Vertriebskanälen, über die Content-Anbieter digitale Versionen ihrer Printmedien zu den Kunden bringen können. In den nächsten zwei bis drei Jahren werden digitalisierte Inhalte auch in anderen Regionen mehr Verbreitung finden, so die Einschätzung von ABI Research. Dadurch werden auch die Lesegeräte für Kunden attraktiver.

Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv