Virtuelle 3D-Welten im Browser

9. Dezember 2010, 9:33 Uhr | Archiv

Das von Forschern gegründete Unternehmen Katalabs hat ein quelloffenes Framework veröffentlicht, das virtuelle 3D-Welten ganz ohne Plug-ins in den Browser bringt. Dazu setzt „KataSpace“ auf aufkommende Webstandards wie HTML5 und WebGL.

Quelle: Pixelio // Fotograf: Oleg Rosental

Das Projekt zeigt, wie durch neue Technologien die Zukunft von Massiv-Mehrspieler-Onlinegames (MMOs) und virtuellen Welten allgemein aussehen kann. Noch ist die Zeit aber nicht ganz reif – erst die nächste Browser-Generation wie etwa Firefox 4 unterstützt alle notwendigen Technologien.

Das Projekt setzt auf die ebenfalls quelloffene Plattform Sirikata zum erstellen virtueller Umgebungen auf. Als Frontend dazu ermöglicht KataSpace einen Zugriff auf Multiuser-3D-Umgebungen direkt aus dem Webbrowser heraus. Im Gegensatz zu virtuellen Welten wie Second Life oder MMOs wie World of Warcraft ist also weder ein lokal installierter Client noch irgendweine Browser-Erweiterung erforderlich. Um das zu ermöglichen, macht sich KataSpace modernste Web-Technologien zunutze.

Das umfasst beispielsweise HTML5-WebSockets, die für den bidirektionalen Datenaustausch zwischen Browser und einem Server, der die virtuelle Welt hostet, erforderlich sind. Diese Technologie wird bisher nur von WebKit-Browsern (Chrome und Safari) unterstützt, wenngleich Firefox 4 und Opera 11 nachziehen werden. Für die Darstellung von 3D-Inhalten wiederum setzt KataSpace auf den Grafikstandard WebGL, den außer Microsoft alle wichtigen Browserhersteller unterstützen. Allerdings ist die Lösung bislang nur in Entwickler- oder Vorabversionen der nächsten Browser-Generation umgesetzt.

Die bereits umgesetzte KataSpace-Demo funktioniert derzeit nur mit aktuellen Beta- oder Entwicklerversionen von Chrome oder Firefox. Grundsätzlich wird es in Zukunft möglich sein, mit einem geeigneten Browser unter jedem beliebigen Betriebssystem und somit von jedem Gerät aus auf die virtuellen Welten zuzugreifen.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

1 Kommentar

  1. Antworten

    reen

    25. März 2011

    naja, reist mich nicht gerade vom hocker. wo ist da der mehrwert? wenn 3d welten grausamer aussehen als die reale welt dann bringt das wohl herzlich wenig - weder für den anwender noch für potentielle werbepartner. ein schönes beispiel einer optisch hoch qualitativen, online begehbaren virtuellen welt mit anbindung an eine shopping cart und werbesysteme nebst 3d avatar, 3d chat, 3d shops etc. gibt es hier: http://www.3dcity-world.com

    browserbasiert - ohne lästigen download. lediglich nen 3d plugin muss einmalig installiert werden.


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