Axel Springer sperrt Bild.de auf iPad

10. Dezember 2010, 8:19 Uhr | Archiv

Der Axel Springer Verlag scheint ernst zu machen mit seinen Bezahlinhalten. Nachdem man vor wenigen tagen die Bild HD App für das iPad gestartet hat, ist nun der Zugang über den iPad internen Browser auf bild.de nicht mehr ohne Umwege möglich. Stattdessen wird auf die kostenpflichtige App verwiesen.

Die Tastatur des iPads (Quelle: Zeit.de)

Der Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner zeigte sich kürzlich positive gestimmt über die Einführung von Bezahlinhalten in Form von Apps für Apples iPhone. Vor rund einem Jahr wurde die erste App für Bild vorgestellt, damals für das iPhone. Nun zog man mit einer Bild HD App für das iPad nach und macht Nägel mit Köpfen, da man iPad-Besitzern der Zugriff auf die kostenlose Webseite Bild.de sperrt. Stattdessen bekommt man nur eine Seite zu sehen, die Informationen über die kostenpflichtige Bild HD App bietet.

„Natürlich sind die Umsätze verglichen mit dem Printgeschäft derzeit noch vergleichsweise niedrig, ein erfolgreicher Anfang ist jedoch gemacht. Unsere Erfahrungen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um auch in der Online-Welt ein Geschäftsmodell zu etablieren, das neben den Werbeerlösen die digitalen Vertriebserlöse als weitere Säule hat“, so Döpfner.

Vor einem Jahr startete die Axel Springer AG über ein Dutzend kostenpflichtige Angebote – neben den Apple Apps auch eine Mischung aus Gratis und Bezahlinhalt zum Beispiel auf den Webseiten des Hamburger Abendblatts. Nach 12 Monaten erklärte das Medienhaus nun, dass die Apps für mobile Geräte rund 800.000 Mal heruntergeladen wurden und man 500.000 zahlende Kunden vorweisen kann. Spitzenreiter dabei ist die Bild App mit 400.000 Verkäufen.

Aktuell sorgt man jedoch für Unmut bei den iPad-Nutzern, da diese seit einigen Tagen keinen Zugriff mehr auf die bild.de-Webseite haben. Statt auf www.bild.de zu gelangen wird man auf „bildgehtapp.bild.de“ weitergeleitet, wo die 0,79 Euro teure App angepriesen wird. Allerdings können sich iPad Nutzer eines Tricks behelfen: Man installiert einfach einen alternativen Browser über den App Store und stellt die Browserkennung (bzw. User-Agent) in den Einstellungen des alternativen Browsers um. Auf diesem Wege könnte man den Browser dazu bewegen, sich als Desktop-Browser auszugeben; und auf Desktop-PCs ist bild.de weiterhin problemlos zugängig.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

1 Kommentar

  1. Antworten

    Heinz Platen

    10. Dezember 2010

    Ich möchte die Bild auf dem I Pad was ich schon habe testen. Wie geht das?


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