Green-IT-Potentiale noch unausgeschöpft

10. Dezember 2010, 9:32 Uhr | Archiv

Die Potenziale zur Entlastung der Umwelt durch den Einsatz von IT und Telekommunikation sind noch längst nicht ausgeschöpft. Um das zu ändern, hat die Green IT Allianz, eine Initiative im Rahmen des IT-Gipfels, eine Reihe von Handlungsempfehlungen erarbeitet und veröffentlich.

Quelle: devcentral.f5.com

Besonderer Handlungsbedarf besteht beispielsweise im Energiebereich. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien führt in den Stromnetzen zu erheblichen Schwankungen. Abhilfe kann eine intelligente Steuerung der Netze (Smart Grids) schaffen. Dazu schlägt die Green IT Allianz unter anderem eine stärkere Forschungsförderung vor. Zudem sollte Deutschland intensiver an internationalen Aktivitäten mitwirken.

Im Verkehrsbereich befürwortet die Green IT Allianz eine City-Maut. Kommunen sollten künftig die Möglichkeit erhalten, eigenständig über deren Einführung zu entscheiden. Derzeit liegt die Gesetzgebung bei den Ländern. Pilotprojekte in diesem Bereich sollten finanziell gefördert werden. Positive Erfahrungen gibt es bereits in London und Stockholm, wo die Umwelt entlastet und die Lebensqualität für die Menschen erhöht wurde.

Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 zu verringern, regt die Green IT Allianz die stärkere Unterstützung von internationalen Projekten zur Festlegung von CO2-Berichtsstandards an. Unternehmen sollten bei der Einführung eines ITK-gestützten Energiemanagement-Systems steuerliche Anreize erhalten. Der öffentliche Sektor müsse hier eine Vorbildfunktion übernehmen.

Auch bei der ITK-Ausstattung lassen sich große Einsparpotenziale heben. So verbrauchen die rund 26,5 Millionen Arbeitsplatzcomputer, die in Firmen, Behörden und Bildungseinrichtungen in Deutschland im Einsatz sind, nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums jährlich 4 Terawattstunden (TWh) Strom – mehr als ein großes Kohlekraftwerk im Jahr produzieren kann. Bis 2020 wird die Zahl der Rechner auf 37 Millionen Geräte steigen. Durch den Einsatz energieeffizienter Geräte sind hier erhebliche Energie- und Materialeinsparungen möglich.

Die Green IT Allianz wird unterstützt von einigen Forschungseinrichtungen, dem CIOcolloquium als Vereinigung der wichtigsten ITK-Anwender und unter anderem folgenden Unternehmen und Organisationen: Allianz, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV), Deutsche Telekom, Fujitsu Technology Solutions, Germany Trade and Invest, Hitachi Data Systems, Hewlett-Packard, IBM, IDS Scheer, Infineon, Intel, Microsoft, Nokia Siemens Networks, Oracle, Ricoh, SAP, Software AG.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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