Wave nun in Apache aufgenommen

13. Dezember 2010, 8:31 Uhr | Archiv

Nach nur zwei Monaten im aktiven, öffentlichen Dienst, hat Google im Sommer seinen „E-Mail-Killer“ Wave wieder eingestellt. Um das Projekt zu retten, hat die Apache Software Foundation angekündigt, die Weiterentwicklung zu übernehmen.

Google Wave Logo (Quelle: Google/engadget)

Erst im Mai gab Google bekannt, dass man die Internet-Kommunikation revolutionieren will. Mit seiner neuen Software Google Wave wollte das Unternehmen mit einen Programm alles abdecken: chatten, mailen, gemeinsam sowie gleichzeitig an Dokumenten arbeiten. Als Ziel für Google Wave galt die Vorgabe, eine “neue Art der Kommunikation und Online-Zusammenarbeit zu schaffen”. Wave sollte auch durch seine Zusatzfunktionen überzeugen. So konnten zum Beispiel Texte und Tabellen aus Googles Office importiert werden. An diesen Dokumenten konnte man dann gleichzeitig mit Kollegen arbeiten. Auch die Video, Karten und Fotodienste von Google ließen sich problemlos in Wave einbinden.

Für Durchschnittsuser war Wave wohl etwas zu komplex. Die zugrunde liegenden Technologien wird Google jedenfalls nicht zu Grabe tragen, da sie in zukünftige Projekte einfließen soll. Dabei hat das Kommunikations- und Zusammenarbeitstool von Experten viel Zuspruch erhalten. Beispielsweise hat SAP bereits im Herbst 2009 mit “Gravity” ein Projekt auf Wave-Basis vorgestellt, mit dem sich Business-Prozesse modellieren lassen.

Nun hat also die Apache Software Foundation die Aufsicht über die weitere Entwicklung für die Wave Federation Protokolle sowie das „Wave in a Box“ Produkt übernommen. Neben Apache und Google werden auch weitere Unternehmen das Wave-Projekt unterstützen: Solute, Novell, SESI und die Universität Duisburg-Essen.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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