Netzbetreiber fordern Geld für Ausbau

14. Dezember 2010, 9:21 Uhr | Archiv

Die großen europäischen Handynetzbetreiber France Telekom, Telecom Italia und Vodafone haben Unternehmen wie Facebook, Apple und Google aufgefordert, künftig einen Teil der Kosten des rapiden Anstiegs der mobilen Internetnutzung zu tragen, so der britische Guardian.

(Quelle: n-tv.de)

Die Netzbetreiber sind sich sicher, dass es gerade die Dienste dieser Unternehmen sind, die für steigenden Datenmengen verantwortlich seien, so die Begründung. Von der Gegenseite ist jedoch mit heftigem Widerstand zur rechnen.

Die Forderung widerspricht schließlich dem Prinzip der Netzneutralität: Unternehmen, die Datennetze anbieten, sollen anderen Firmen nichts für die Daten verrechnen, die über die Netze verbreitet werden. Die Handynetzbetrieber geraten jedoch ihrerseits immer stärker unter Druck. Mittels unterschiedlicher Software ist es für Nutzer mittlerweile einfach, die Datenkapazitäten der Anbieter je nach Aufenthaltsort zu vergleichen. Die Konkurrenz zwingt die Unternehmen dadurch stetig zu neuen Investitionen in die Infrastruktur.

Aktuell erneuerte Stepane Richard, Geschäftsführer von France Telecom, seine Forderung nach einem neuen Geschäftsmodell: „Es ist notwendig, ein Bezahlsystem je nach Nutzung für die Anbieter zu installieren“, so Richard. Diese Aufforderung wurde kurze Zeit später von den Verantwortlichen von Telecom Italia und Telefonica SA aufgegriffen. Die Spannung zwischen der Nachfrage nach Daten und den Kapazitäten der Netze würde „die ökonomische Tragfähigkeit des aktuellen Geschäftsmodells der Telekommunikationsbranche untergraben“, so Franco Bernabe, Geschäftsführer von Telecom Italia.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

1 Kommentar

  1. Antworten

    Mathias

    14. Dezember 2010

    Diese Meldung ist schon Wochen alt!!!


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