Internet für die Gesundheit nutzen

17. Dezember 2010, 9:41 Uhr | Archiv

Ob Gesundheitstipps für Babys, Hinweise zu Arzneimitteln oder Informationen über Krankheiten – viele Deutsche suchen medizinischen Rat im Internet. Das zeigt eine repräsentative Umfrage vom Branchenverband Bitkom. Demnach informieren sich 19 Millionen Bundesbürger online über Gesundheitsfragen. Das entspricht 37 Prozent aller Internetnutzer.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Allein in Deutschland gibt es mehr als hundert Portale, die sich dem Thema Gesundheit widmen. Auf vielen Seiten können sich die Nutzer in Foren austauschen, zuweilen auch direkt Fragen an Ärzte stellen. Das Internet bietet somit schnell und unkompliziert grundlegende Informationen zur Gesundheit. Einen Arztbesuch ersetzen die Online-Portale selbstverständlich nicht, aber sie können helfen, Diagnose und Therapie besser zu verstehen.

Am intensivsten recherchieren nicht die Senioren, sondern die 30- bis 49-Jährigen. In dieser Altersgruppe suchen 43 Prozent der Internetnutzer online nach Gesundheits-Informationen, während es bei den Älteren ab 65 nur 36 Prozent sind und in der jungen Generation der 14- bis 29-Jährigen lediglich 29 Prozent. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es statistische Unterschiede. Während lediglich jeder dritte Mann nach Gesundheitsfragen im Web recherchiert, sind es bei den Frauen immerhin 40 Prozent. Am interessiertesten zeigen sich Frauen zwischen 30 und 49 Jahren (46 Prozent). Umgekehrt haben Männer unter 30 Jahren das geringste Interesse (25 Prozent).

Es gibt zahlreiche Online-Portale auf denen Patienten grundlegende medizinische Informationen bekommen. Dazu zählen allgemeine Angaben zu Diagnostik, Therapien und Vorbeugung, aber keine Einzelfallberatung. Nicht jede Webseite bereitet alle Fakten übersichtlich auf, auch die inhaltliche Qualität von Gesundheitsportalen schwankt. Deshalb ist es gut, bei mehreren Anbietern parallel zu recherchieren. Einen Arztbesuch können die Online-Angebote nicht ersetzen. Nutzer sollten darauf achten, dass Gesundheitsportale möglichst unabhängig sind. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bietet eine Checkliste mit weiteren Hinweisen.

Die Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr etliche Gesundheitsportale getestet. Der Bitkom stellt auf seiner Seite zehn Anbieter vor und bietet weitere Tipps. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren. (Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv