IPv4-Knappheit in Europa und Asien

21. Dezember 2010, 11:38 Uhr | Archiv

Die für den asiatisch-pazifischen Raum zuständige Regional Internet Registries (RIRs) APNIC hat bekannt gegeben, dass ihr spätestens im vierten Quartal 2011 die IPv4-Adressen ausgehen werden. Nach Schätzung des APNIC-Chefwissenschaftlers Geoff Huston könnte es bereits im Juni kommenden Jahres so weit sein.

(Quelle: pixelio // Fotograf: Peter Kirchhoff)

Damit gehen die alten Adressen schneller zuneige, als zu Jahresbeginn erwartet. In seiner Funktion als Chairman der Number Resource Organization (NRO), Koordinierungsstelle der fünf RIRs, war davon ausgegegangen, dass die IPv4-Vorräte der bis 2012 vorhalten. Das unterstreicht, wie dringlich die noch etwas schleppend laufende Umsetzung der neuen Standards IPv6 ist.

Nach konservativen Schätzungen werden der APNIC die Adressen bis Ende 2011 ausgehen. Nach anderen Modellen ist Huston zufolge eine Erschöpfung mit September kommenden Jahres wahrscheinlich und bereits im Juni 2011 denkbar. Mit dem nahenden kritischen Datum werden solche Schätzungen immer unsicherer. Damit es bei IPv4-Adressen nicht all zu leicht zu bösen Überraschungen kommt, hat beispielsweise RIPE NCC inzwischen die Vergaberegeln angepasst. Großkunden wie ISPs und Telekom-Unternehmen müssen somit öfter Adressen anfragen und bekommen dabei kleinere Brocken. Von Hortung kann allerdings keine Rede sein .

Experten predigen schon seit Jahren, dass Unternehmen auf den Nachfolgestandard IPv6 umsteigen müssen, um Probleme zu vermeiden. Allerdings ist es noch eine Minderheit unter den IPS und anderen Großunternehmen, die IPv6 wirklich umgesetzt hat. Dabei ist es im Zweifelsfall nur wichtig, nach außen via IPv6 sichtbar zu sein, während die interne Infrastruktur noch mit dem alten Standard arbeiten kann. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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